ASF Pankow zeigt radikale Solidarität mit Paula Panke

Mit Entsetzen haben wir heute erfahren, dass die Pankower AfD auf ihrer Internetseite das Frauenzentrum „Paula Panke“ bedroht. Dort wird geschrieben: „Der Tag wird kommen, an dem wir diesen ökokommunistischen Sumpf trockenlegen.“ Diese Äußerungen verurteilen wir scharf und zeigen uns solidarisch mit dem Frauenzentrum Paula Panke!

Unter dem Motto: „Nur ohne Hetze und Hass macht der 1. Mai Spaß!“ organisierte das Pankower Frauenzentrum einen friedlichen Protest und logistische Unterstützung für alle, die sich dieser rassistischen und demokratiefeindlichen Partei entgegenstellen wollten. An diesem Tag öffneten die Frauen von Paula Panke nicht nur für Gegendemonstrant*innen ihre Türen, sondern auch für besorgte Anwohner*innen, die Informationen und Solidarität dort erfahren wollten.

Auch die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Pankow (ASF Pankow) unterstütze die friedliche und bunte Aktion von Paula Panke und war mit Vorstandsmitgliedern vor Ort: „Die Verurteilung mehrerer Mitglieder der AfD wegen Volksverhetzung vor Gericht, dokumentiert das wahre Gesicht der AfD immer wieder, daher ist es für uns als ASF von großer Bedeutung, die Kritik an dieser Partei laut zu äußern und sich solidarisch mit den engagierten Einrichtungen und Initiativen, wie Paula Panke e.V. und den Anwohner*innen zu zeigen!“

Ulrike Rosensky, ASF Vorsitzende Pankow und Katharina Berten, stellv. ASF Vorsitzende Pankow

Polnische Frauen in Berlin: Polkie w Berlinie e.V.

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass das Frauenzentrum Paula Panke e.V. eine Kooperation mit dem Verein polnischer Frauen in Berlin „Polkie w Berlinie e.V.“ vereinbart hat.

Ziel ist die schon bestehende Zusammenarbeit strukturell und politisch auszubauen.

„Polkie w Berlinie“ wurde 2013 von Marzena Nowak initiiert, die zusammen mit Violetta Anders und Marzena Len den Vorstand des Vereins bilden.

Der Verein zählt aktuell 35 Mitgliedsfrauen, die aus allen Berliner Bezirken und dem Berliner Umland kommen. Die Angebote des Vereins richten sich hauptsächlich an polnische Migrantinnen, um sie bei ihren Integrationsbemühungen und dem Streben nach beruflichem und persönlichem Erfolg zu unterstützen. Zudem bietet der Verein den Frauen Möglichkeiten der Weiterentwicklung und unterstützt sie durch Schulungen und Diskussionen beim Wissenserwerb. Ein weiteres Ziel ist es, die Frauen zu aktivieren und sie zum Engagement für interkulturelle Integration zu begeistern.

Der Verein Frauenzentrum Paula Panke freut sich, im Rahmen der Kooperation, die Ziele des Vereins polnischer Frauen in Berlin zu unterstützen, die Lebenssituation polnischer Frauen in Berlin nachhaltig zu fördern und sich für ihre politischen Forderungen zu engagieren.

Am 20. April 2018 lädt Polikie w Berlinie Frauen internationaler Herkunft zu „Diversity Talks“ ein, bei denen es darum gehen soll, eine migrantische Perspektive auf Fragen von Gender und Diversity zu entwickeln sowie Eigen- und Fremdkategorisierungen zu diskutieren. Weitere Informationen hierzu auf der Veranstaltungsseite von Paula Panke oder auf der Facebookseite des Vereins „Polkie w Berlinie e.V.“.

Ein Abend mit Marianne Rosenberg

Zur großen Freude der Paula Panke – Besucherinnen war am 14. März die vielseitige Künstlerin Marianne Rosenberg bei uns zu Gast. Sie las zwei Kapitel aus ihrer leider vergriffenen Autobiographie „Kokolores“ und erzählte bewegt und auch humorvoll ihre eigene Lebensgeschichte. Beeindruckt waren viele Besucherinnen die berühmte Sängerin auch als politische Aktivistin kennenzulernen.

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28. Geburtstagsfeier und Ausstellungseröffnung

Das Paula Panke Team bedankt dich bei allen Besucher*innen und Helfer*innen für eine wunderschöne Geburtstagsfeier, bei der abwechselnd zu afghanischem Pop und 80er Hits getanzt, viel geredet, gelacht, und leckere Buffetbeiträge verspeist wurden. Zeitgleich haben wir die Ausstellung „Wer braucht Feminismus?“ eröffnet, die gerne bis zum 18. Februar besichtigt und um eigene Statements ergänzt werden kann.

Frohe Weihnachten!

Das Paula Panke Team wünscht allen Besucher*innen und Unterstützer*innen eine ruhige Weihnachtszeit und viel Energie für das kommende Jahr! Unsere Türen schließen vom 22.12.2017 bis zum 02.01.2018. Ab dem 03. Januar 2018 sind wir zu den gewohnten Zeiten erreichbar.

Vorweihnachtliche Vereinssitzung

Am 15. Dezember zog der Verein Paula Panke Bilanz seiner vergangenen 2 jährigen Tätigkeit. Überrascht und begeistert waren alle anwesenden Mitfrauen von den vielfältigen Aktivitäten des Vorstandes.

Erfreulich auch, dass immer mehr jüngere Frauen Mitfrau bei Paula Panke werden!!!

Der neu gewählte gewählte Vorstand besteht aus den bewährten Mitstreiter*innen: Ursula Geissler, Karin Onnen, Christine Rönneberg, Regine Wegener, Katrin Möller und neu dazu kommt jetzt Daniela Koch, ehemals Praktikantin bei Paula, noch Studierende und eine wirklich feministische Aktivistin! Willkommen Daniela!!! Bestätigt im Amt wurde für die nächsten zwei Jahre Astrid Landero als Geschäftsführein. Freudig begrüßt im Verein wurde Jenny Ebner, seit 1. September unsere Projektkoordinatorin.

Nach der Vereinssitzung wurde noch ausgiebig gefeiert, gegessen, getrunken und tolle Pläne für 2018 geschmiedet.

Ein Jahr Schutzwohnung für geflüchtete Frauen und Kinder – endlich ankommen!

Das Frauenzentrum Paula Panke e.V. engagiert sich seit Jahrzehnten gegen Gewalt an Frauen. Die erste Zufluchtswohnung für gewaltbetroffene Frauen und Kinder entstand im Jahr 1994.

Im vergangenen Dezember konnte in Kooperation mit der Gesobau  eine Schutzwohnung für geflüchtete Frauen und deren Kinder zur Verfügung gestellt werden. Die Gesobau  übergab dem Frauenzentrum eine Wohnung, richtete sie  ein und begleitet seitdem das Projekt.

Möglich ist dieses in Pankow einmalige Angebot  auch durch das Engagement der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, die  das Projekt durch die Bereitstellung von Personalkosten unterstützt.

Die Mitarbeiterinnen des Frauenzentrums Paula Panke e.V.  unterstützen die geflüchteten Frauen und deren Kinder darin, Normalität aufzubauen und einen Alltag ohne Gewalt, Angst und Krieg zu leben.

Viele Frauen und Kinder leben immer noch von Gewalt betroffen, sie wurden zwangsverheiratet, leben in massiver Abhängigkeit und befinden sich an Orten, die Ihnen nicht bekannt sind. Sie halten Kontakt zu in allen Ländern der Welt verstreuten Familienangehörigen, bekommen Fotos von gestorbenen Kindern aus Kriegsgebieten und versuchen den Albtraum Krieg zu vergessen.

Diese Wohnung ist ein erster Schritt, um alle Formen von Gewalt hinter sich zu lassen und den Alltag endlich frei und selbstbestimmt zu leben lernen.

In Gedenken Horst Hussel

Die Nachricht über den Tod des Pankower Künstlers Horst Hussel hat

uns traurig und betroffen gemacht. Ihm verdankt unser Frauenzentrum

Paula Panke das bis heute gültige wunderschöne Logo. Diese seine Grafik

begleitet uns nun schon seit über zwanzig Jahren.

Sein Wirken und sein Vermächtnis sind Teil unserer  Geschichte.

Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

Vorstand und Verein des Frauenzentrums Paula Panke

Ein Zeichen gegen Gewalt

Am 25.11. findet seit den 80er Jahren der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen statt. Dieses Jahr erlebte Berlin etwas ganz Besonderes: Erstmalig wurde das Theaterstück „Die Vagina Monologe“  mit den tauben Schauspielerinnen Jacqueline Heidenreich, Sandy Knispel, Bettina Kokoschka und Rosemarie Tobor-Schmidt und der Regisseurin Ute Sybille Schmitz auf die Bühne gebracht. Jede Schauspielerin hatte ihre eigene Stimme, die die Gebärdensprache für die hörenden Zuschauer*innen in Lautsprache übersetzte. Schon bald verschwammen Stimmen und Schauspielerinnen und wurden eins für die über 200 Zuschauer*innen.

„Wir wünschen uns, dass dieses Stück deutschlandweit Aufsehen erregt und dass es noch mehr Menschen erleben dürfen. Es ist nicht nur ein Stück gegen Gewalt, sondern steht für Respekt und Liebe zu sich und dem eigenen Körper“, so eine Mitarbeiterin des Frauenzentrums Paula Panke e.V., die das Theaterstück im City Kino Wedding begeistert mitverfolgte. „Es ist ein Stück für alle Frauen* und Männer*, das Grenzen aufheben und Inklusion leben lässt.“

Hintergrund: Die Autorin Eve Ensler hat aus etwa 200 Interviews mit verschiedenen Frauen* eine Sammlung von Monologen geschaffen, die von der Beziehung und Betrachtungsweisen der Vagina, von ersten und auch späten sexuellen Erfahrungen und von Gewalt berichtet.

Realisiert dank einer Kooperation von Sinneswandel gGmbH, dem Aktionsbündnis gegen Gewalt an gehörlosen Menschen, der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, der Geschäftsstelle Gleichstellung und der Landesarbeitsgemeinschaft der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Berliner Bezirke.

Das Frauenzentrum Paula Panke ist Teil des Aktionsbündnisses gegen Gewalt an gehörlosen Menschen.

Back to the future

„Wie es war, wie es ist und wie es werden könnte“ diskutierten 9 feministische Aktivist*innen im Rahmen des Projekts „Back to the future“, dass von Mitte Mai bis Ende Oktober 2017 auf Initiative der filia Frauenstiftung durchgeführt wurde. Das Frauenzentrum Paula Panke beteiligte sich an dem länder- und generationenübergreifenden Projekt mit „feministischen Dialogen“ zwischen älteren und jüngeren Aktivist*innen aus verschiedenen Lebenslagen. Die Projektleiterinnen Astrid Landero und Nicole Raabe stellen die Projektergebnisse an diesem Wochenende bei der Konferenz „Feminists in Dialogue – Bridging the Gap“ (filia Frauenstiftung, Women’s Fund in Georgia, Ukrainian Womens‘ Fund) in Kiew vor.

Was gibt es Verbindendes und Gemeinsames zwischen Frauen*generationen und feministischen Aktivist*innen? Welches Potential haben die generationenübergreifenden Gemeinsamkeiten für feministische Kämpfe?

Über diese und andere Fragen diskutierte Anne Wizorek (Bloggerin) mit Cristina Perincioli (Filmemacherin). Im Gespräch zwischen Prof. Dr. Nivedita Prasad (Alice Salomon Hochschule Berlin) und Tuğba Tanyılmaz (GLADT, Initiative I-Päd) sowie Nurey Özer (Initiative I-Päd) ging es auch um die gemeinsame Erfahrung von Rassismus und Sexismus und den generationenübergreifenden Kampf von Women of Color in Deutschland. Astrid Landero (Frauenzentrum Paula Panke) sprach mit Michi Brosig (Tivolotte Mädchenzentrum) darüber, wie feministische Ziele in der praktischen Arbeit erreicht werden können. Im Gespräch zwischen der Bildungsreferentin Dr. Regina Wegener mit der ungarischen Soziologin Zsuzsa Petrás wurden die historischen Ähnlichkeiten und Unterschiede zweier Generationen von Frauen* mit Ostbiographie deutlich.