“Sexismus in der Sprache” Vortrag mit Lea Marignoni

Am Mittwoch, den 12. Februar, hörten wir einen Vortrag über die sexistischen Muster der deutschen Sprache von Lea Marignoni. In einer interaktiven Präsentation machte die Vortragende die Besucher*innen einmal mehr auf bereits gesellschaftlich angelernte sexistische Sprachbilder aufmerksam und veranschaulichte vielfach, wie sehr unsere Sprache von stereotypischen Geschlechterrollen geprägt ist.

Vernissage “Vagina, Vulva, Klitoris – eine Liebeserklärung”

Am Freitag, den 7. Februar, begrüßten wir die Künstlerin* Lena Hensen und ihre Ausstellung zur Vernissage bei Paula Panke. Die Veranstaltung stellte wahrlich eine Liebeserklärung dar. Die vielen Besucher*innen wurden nicht nur optisch begeistert, sondern durften sich auch musikalisch verwöhnen lassen.  Mit sanften Klängen und Gesang untermalten Tanja Hensen und ihr Mann die Ausstellungsstücke und verzauberten unsere Besucher*innen. Eine wahre Femmage an das weibliche Genital und an das Leben!

Erzählsalon mit Ruth Misselwitz

Am Mittwochabend, den 22. Januar, begrüßten wir Ruth Misselwitz zum biografischen Erzählsalon bei Paula Panke.

Unter der Moderation von Astrid Landero folgten die Zuhörerinnen* gespannt den Erzählungen aus dem Leben der Pfarrerin a.D. der Evangelischen Kirche Alt-Pankow, Umwelt- und Friedensaktivistin und Mitgründerin des Pankower Friedenskreises. Die Besucher*innen erhielten einen sehr lebendigen Einblick in ihre Kindheit als Tochter eines Pfarrers in der DDR. Sie erfuhren von ihrer Motivation sich durch den Glauben und die kirchliche Gemeinde stets aufrecht gegen jede Form von Unrecht und Unterdrückung zu wehren. Dies tut sie bis heute in im Pankower Friedenskreis und für ein weltoffenes buntes Pankow.

Eine wunderbare Begegnung mit einer außergewöhnlichen Frau, die sich selbst als christliche Feministin versteht und sich der in Lateinamerika entwickelten „Religion der Befreiung“ verbunden fühlt.                                 

Theaterpremiere bei Paula

Die Paula Panke Theatergruppe „Altweibersommer“ präsentierte am 11.Dezember in unserem Frauenzentrum ihr neues dokumentarisches Theaterstück.

Mit einem spielerischen Auftakt führten die Theaterfrauen unsere Besucher*innen in das Thema des Stücks ein, das auf Interviews mit osteuropäischen Frauen* und deren Erfahrungen in der Zeit der Transformation  in den jeweiligen Ländern, beruht.

Die hohe künstlerische Qualität der Aufführung ist vor allem Natascha Borenko aus Moskau zu verdanken. Mit einem Bundeskanzlerstipendium arbeitet sie in Berlin und hat unsere Theatergruppe seit einem Jahr professionell theaterpädagogisch begleitet. Natascha kehrt nach Russland zurück, wir danken ihr und wünschen für die Zukunft alles erdenklich Gute und vielleicht irgendwann wieder ein gemeinsames Theaterprojekt.

Spasibo bolschoje, dorogaja Natascha,poka!!!

Delegation aus Ägypten zu Besuch bei Paula Panke e.V.

Am 10. 12. 2019 besuchten uns 15 ägyptische Politiker*innen, die sich in ihrer Heimat für Frauenrechte engagieren. Die Jurist*innen fragten nach den Ursachen von häuslicher Gewalt in einer solch ökonomisch und kulturell entwickelten Gesellschaft wie in Deutschland. Sie interessierten sich für unser Empowerment für Frauen und die politische Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt gegen Frauen.

Gemeinsam diskutierten wir mit unseren Gästen über die Ursachen, die Prävention und den Schutz von Frauen* und Kindern  vor häuslicher Gewalt, deren Ende auch in Deutschland weiterhin eine große Herausforderung bleibt.

Vielen Dank für diesen freundlichen Besuch und den Austausch!

„Wie kam ich nur in dieses fremde Kleid?“ – ein lebendiger Abend im Rathaus

Der Arbeitskreis  Pankower Frauenprojekte, der Frauenrat Pankow und die Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragte des Bezirksamt Pankow hatten am Freitag den 13. Dezember ins schöne Rathaus Pankow erstmalig zu einem großen Erzählsalon geladen. Der Austausch von Erfahrungen und Erinnerungen aus der Zeit gesellschaftlicher Transformation in den Jahren 1989/90/91 von Frauen* unterschiedlicher Herkunft stand im Mittelpunkt des Erzählens. Alle waren aufgeregt, ob das Konzept eines „großen offenen“ Erzählens zwischen Frauen* unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und kultureller Prägung aufgehen wird.

Stimmungsvollen Auftakt gab die bekannte Pankower Kolumnistin, Schriftstellerin und Moderatorin Lea Streisand mit einer kurzen Lesung aus ihrem neuen Buch „ Hufeland Ecke Bötzow“.

Die Pankower Gleichstellungsbeauftragte Heike Gerstenberger und der Pankower Bürgermeister Sören Benn begrüßten freundlich alle Teilnehmer*innen des großen Erzählsalons. In kleinen Gesprächsgruppen sprachen die Gäste über ihre persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen. Was hat jede*r in den vergangenen 30 Jahren verloren, was für sich gewonnen? Was verbindet uns mit den Frauen*, die sich hier ein neues Zuhause aufbauen? Die Gespräche wurden musikalisch begleitet und künstlerisch festgehalten.

Nach der abschließenden Podiumsdiskussion, die einen lebendigen Austausch zwischen hiesigen Pankower Aktivistinnen* und migrantischen Pankower  Aktivistinnen*, die vor und nach der „Wende“ nach Deutschland kamen, bot, ließen die Teilnehmer*innen den Abend fröhlich ausklingen.

Wir verabschieden uns von unserer Kollegin Birgit Sawatzki! Sie beginnt am 1. Januar 2020 eine neue Tätigkeit. Noch ein Abschied bei Paula Panke. Wir danken Birgit für die jahrelange engagierte Arbeit im Bereich Zufluchtswohnungen und Beratung und wünschen ihr alles Beste und viel Erfolg auf neuen Wegen!

 

Pankower Ehrenamtspreis für Montaha Saloom

Die Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin hat am Freitag, dem 29. November 2019 im Rahmen einer Festveranstaltung im Rathaus Pankow den Preis für ehrenamtlich Tätige verliehen.

Wir freuen uns sehr, dass Montaha Saloom für ihre ehrenamtliche Arbeit bei Paula Panke von der Bezirksverordnetenversammlung Pankow mit dem Ehrenamtspreis 2019 ausgezeichnet wurde!

Montaha Saloom ist die arabisch-sprachige Leiterin der Selbsthilfegruppe geflüchteter Frauen* „Bittula“ im Frauenzentrum Paula Panke e.V. Sie unterstützt die Frauen* in ihrem Alltag in Berlin, berät bei familiären und persönlichen Problemen und begleitet die Frauen* bei Bildungs-und Informationsveranstaltungen sowie bei Ausflügen.

Montaha ist selbst eine geflüchtete Frau. 2015 kam sie aus Syrien nach Deutschland und engagiert sich mittlerweile schon seit Jahren im Frauenzentrum Paula Panke e.V.

Durch ihr unablässiges Engagement, ihre Zuverlässigkeit, Kreativität und ihre herzliche Art hat Montaha mit der Selbsthilfegruppe einen Ort des Vertrauens geschaffen.

Liebe Montaha, wir gratulieren dir ganz herzlich für diesen wohlverdienten Preis, danken dir für deine Unterstützung und hoffen, du bleibst Paula Panke noch lange erhalten!

Anne Wizorek bei Paula Panke

Im Rahmen der Aktionswoche „Nein zu Gewalt an Frauen*“ hielt Anne Wizorek am 27.11. bei Paula Panke einen Vortrag über Sexismus, sexualisierte Gewalt und darüber, was für Chancen (digitale) Widerstandsmöglichkeiten wie Hashtags bieten, um gegen das Patriarchat und seine Machtstrukturen zu kämpfen.

Anne Wizorek selbst ist Mitinitiatorin des Hashtags #aufschrei und seit Jahren feministische Netzaktivistin. Sie gewährte uns einen spannenden Einblick in antifeministische Debatten der letzten Jahre, welche von rechten, rassistischen und sexistischen Personengruppen getragen werden.

In rechtsextremen Kreisen wird Feminismus oft für sich vereinnahmt, wenn die vermeintlichen Täter migrantisch markierte Männer, und die Opfer weiße Frauen sind. Antirassistische Feministinnen* jedoch müssen Vergewaltigungs- und Gewaltandrohungen, sowie extreme Beleidigungen aushalten.

Gegen diese Zustände gilt es nach wie vor zu kämpfen. Feminismus ist intersektional und antirassistisch! Danke, liebe Anne, für deine wichtige Arbeit und diesen motivierenden Vortrag!

25 Jahre Zufluchtswohnung bei Paula Panke!

Am 27.11.2019 haben wir bei Paula im Rahmen der Aktionswoche “Nein zu Gewalt gegen Frauen*” das 25-jährige Jubiläum unserer Zufluchtswohnung gefeiert!

Unsere Zufluchtswohnung verfügt über spezifische Angebote für gehörlose und geflüchtete Frauen*. Die Bewohnerinnen* der Wohnung haben zudem die Möglichkeit,  die vielfältigen Angebote des Frauenzentrums wie Rechtsberatung, Sozial- und Lebensberatung und Mutter-Kind-Gruppen zu nutzen.

Von 1994 bis 2019 lebten 194 Frauen* und 200 Kinder in unseren beiden Schutzwohnungen. 192 Frauen* und deren Kinder haben den ersten Schritt in eine eigene Wohnung geschafft, um sich ein gewaltfreies Leben aufzubauen.
Danke an die Kolleg*innen und Unterstützer*innen, die dies möglich gemacht haben!

Häusliche Gewalt ist kein privates Problem!
Es bedarf dringend an mehr Schutzräumen für von Gewalt betroffene Frauen* und ihre Kinder.

Ein Artikel zu unseren Zufluchtswohnungen findet ihr hier.