Sabine Rennefanz zu Gast im frauenpolitischem Salon

Zum Auftakt der neuen Reihe “frauenpolitischer Salon” sprach Ulrike Rothe, Historikerin und Paula Panke Mitfrau mit der Berliner Journalistin und Autorin Sabine Rennefanz. Diese beschrieb ihre Wut über abwertende Klischees gegenüber Ostdeutschen, den „Exportschlager ostdeutsche Frau*“ als Vorzeige Feministin, die durch den Mauerfall erlebte Entwurzelung und die darauf folgende Suche nach einer neuen Identität und nach Möglichkeiten zur – nicht nur beruflichen – Selbstverwirklichung. Gefühle und Situationen, die viele der Besucherinnen* durch eigene Erlebnisse gut nachvollziehen konnten.

Frau Rennefanz berichtete auch aus ihrem Leben als Vollzeit arbeitende Journalistin mit zwei Kindern, die Bücher schreibt und Abendveranstaltungen besucht. Möglich ist dies durch ein progressives Familienmodell und einen Partner, der in Teilzeit arbeitet. Sie sprach ganz offen über die Ambivalenzen des Mutterseins, die sonst kaum eine zu erwähnen wagt – die unglaubliche Liebe, aber auch Verzweiflung, Einsamkeit und die ständigen Vergleiche mit anderen Müttern.

Einen angeregten, über das Ende der Veranstaltung andauernden Austausch unter den Besucherinnen* eröffnet die Frage, ob ostdeutsche Frauen* denn nun wirklich die Avantgarde waren und sind. Die Besucherinnen* waren sich einig, dass die Ostfrauen* aktuell wenig differenziert als Superfrauen* schlechthin bezeichnet werden – eine Beschreibung, die vielen so nicht zusagt. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung dieser und weiterer spannender Diskussionen im nächsten frauenpolitischen Salon!

Europawahl 2019 – Gesprächsrunde mit der EU-Beauftragten Dr. Waschkowitz

Am 07. Mai erhielt die Frauen*frühstücksgruppe Besuch von Frau Dr. Waschkowitz, der Europabeauftragten des Bezirks Pankow. In einem angeregten Gespräch informierte sie die Frauen* über ihre Arbeit als lokale Ansprechpartnerin für europapolitische Vernetzung und Förderung und beantwortete Fragen rund um die Europawahl am 26. Mai 2019.

Die Frauen* interessierten sich besonders für den Ablauf der Wahl und die Zusammensetzung des EU-Parlaments, aber auch der wachsende Rechtspopulismus in Europa, der Brexit und die zukünftige Förderung lokaler Berliner Projekte beschäftigte sie sehr.

Ausgestattet mit umfangreichem Infomaterial und einer Einladung zum Europafest am 11. Mai in Charlottenburg, steht der Europawahl nun nichts mehr im Weg.

Aufstehen gegen Rassismus und für ein solidarisches, vielfältiges und weltoffenes Pankow am 1. Mai 2019

Die Pankower Frauen* gegen Rechts rufen zum vielfältigen, friedlichen aber lauten Protest gegen die AfD am 1. Mai in Blankenburg auf!

Die „Alternative für Deutschland“ (AfD) ist ein Sammelbecken für Rassist*innen, Nationalisten und Rechtsextreme.

Kräfte wie diese Partei wollen einschüchtern und eine Atmosphäre der Angst etablieren und das zivilgesellschaftliche Engagement der Pankower Trägerlandschaft, von Initiativen und demokratischen Parteien diffamieren. Die AfD vertritt mit ihrer Propaganda ein rassistisches, antifeministisches und patriarchales Gesellschaftsbild. Nicht mit uns!

Wir wollen ein Leben in unserem Bezirk, das frei von Hetze, Bedrohung und Gewalt ist. Wir setzen uns für ein solidarisches Miteinander aller ein, die hier leben. Wir stehen für eine geschlechtergerechte Gesellschaft, in der wir unsere Unterschiedlichkeit wertschätzen und das Recht jeder Frau* auf ein selbstbestimmtes Leben anerkennen.

Daher rufen wir dazu auf, gemeinsam mit Vertreter*innen der Pankower Zivilgesellschaft und Pankower Bürgerinnen* und Bürgern* ein Zeichen gegen die politische Verrohung durch die AfD, gegen Rassismus und Nationalismus und für ein weltoffenes und vielfältiges Pankow zu setzen!

Demonstration und Kundgebung am 1. Mai in Pankow – Blankenburg

Zeit & Ort: 1. Mai 2019 13:00 Uhr S – Bahnhof Blankenburg 

Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise:

1. Mai 2019 12:30 Uhr S-Bahnhof Pankow (Eingang Florastraße) 

Programm: Musik, Rede- und Kulturbeiträge

 

Kontakt Pankower Frauen* gegen Rechts: pankowerfrauengegenrechts@gmail.com

Besuch im Jüdischen Museum

Letzte Woche besuchten wir mit Frauen* der geflüchteten Frauen*gruppe das Jüdische

Museum Berlin. Bei einer Führung zu Jüdischem Leben in Deutschland hatten die Frauen* Gelegenheit, Gemeinsamkeiten zu ihren eigenen Biographien und Erfahrungen zu entdecken und viel Neues über die jüdische und deutsche Geschichte und Themen wie Antisemitismus und Nationalsozialismus zu lernen.

Auch der anschließende Besuch der Jerusalem-Ausstellung war sehr bereichernd für uns, da wir uns hier mit der Stadt sowohl aus jüdischer, als auch aus christlicher und muslimischer Perspektive auseinandersetzen konnten.

Vielen Dank für diesen spannenden Ausflug!

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung :do 

Internationaler Frauen*tag

Wir waren 20.000! Ihr Lieben, hier ein kurzer Rückblick zu unserer Aktion am 08. März, dem Internationalen Frauen*tag: Nach unserem gemütlichen und vielfältigen Frühstück mit etwa 30 teilnehmenden Frauen*, Männern* und Kindern haben wir Wind und Wetter getrotzt und mit 20.000 Menschen sowie dem Bündnis “Pankower Frauen gegen Rechts” friedlich, kreativ und laut für Gleichberechtigung und körperliche Selbstbestimmung sowie gegen Sexismus, Gewalt, Rassismus und rechte Aktivitäten demonstriert.

Paula Panke feiert 29 Jahre Frauenzentrum

Mit Blick auf das große runde Jubiläum im nächsten Jahr haben die Paulas in diesem Jahr den Geburtstag nicht ganz so wild, aber dafür gleich zweimal gefeiert. Alle tanzfreudigen und musikbegeisterten Paula Besucherinnen waren zum monatlich stattfindenden Tanzcafé geladen, bei dem generations- und stilübergreifend getanzt und gefeiert wurde.

Längjährigen und neuen Paula Unterstützerinnen aus Politik und Verwaltung wurde mit einem leckeren Brunch gedankt. Mit einem großen Willkommen wurde Jasmin Tabatabai als neue Schirmfrau von Paula Panke in der Runde begrüßt. Nach einem Rückblick auf das vergangene Jahr teilte die Projektleiterin Astrid Landero die Pläne für die kommende Zeit mit. Im April wird das Frauenzentrum mit der neuen Bildungsreihe beginnen und sich thematisch dem Ende des Patriarchats und ostdeutschen Frauenbiographien zuwenden. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Zufluchtswohnung soll im November eine Aktionswoche zum Thema Gewalt gegen Frauen stattfinden.

Herzlichen Dank an alle, die mit uns gefeiert haben! Wir freuen uns auf ein weiteres spannendes Jahr!

Jasmin Tabatabai zu Gast im biografischen Erzählsalon

Die letzte Veranstaltung bei Paula Panke in diesem Jahr war eine wahre Sternstunde für alle anwesenden Besucher*innen.

Die bekannte Schauspielerin, Sängerin und Aktivistin Jasmin Tabatabai erzählte sehr lebendig Episoden aus ihrem persönlichen Leben von Teheran über München bis Pankow.

Es war ein bisschen so, als würden sich alte Freundinnen treffen. Freundlich und zugewandt beantwortete sie unsere Fragen zu ihrer Karriere und ihrem politischen Engagement.

Auf unsere Frage ob sie sich vorstellen könne künftig Schirmfrau für das Frauenzentrum Paula Panke e.V. zu sein, antwortete sie mit “ja”, denn gemeinsam ist uns u.a.  das Streiten für die letzten Tage des Patriarchats.

Schöner konnte dieses bewegte Jahr nicht zu Ende gehen.

Danke Jasmin Tabatabai, dann also auf bald!

Wir wünschen allen Besucherinnen*, Partnerinnen* und Freundinnen* erholsame Festtage und einen gesunden fröhlichen Jahreswechsel.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen 2019 bei Paula Panke!!!

Das Ende des Patriarchiats oder wie bei Paula Panke zukunftsfrohe Pläne geschmiedet werden…..

geladen waren Freundinnen*, Vereinsfrauen* und Paula Aktivistinnen* am kalten Abend des 28. November zum „open-space“.

Karolina Knopik hatte für uns alle köstliche Leib und Seele stärkende Suppen gekocht.

Nach dem kulinarischen Genuss wurde von 30 hoch motivierten Paulas über das zukünftige Wohin des Frauenzentrums beraten.

2019/2020 werden bedeutende Jubiläumsjahre für das Frauenzentrum Paula Panke.

30 Jahre, nennen wir es „Revolution in der DDR“.

30 Jahre jung wird die rebellische stolze Revolutionstochter Paula Panke.

Auf die Frage, wie sie Paula Panke nach 3 Jahrzehnten wahrnehmen, antworteten unsere Besucherinnen* und Aktivistinnen* u.a.:

anspruchsvoll, aufrecht für Fraueninteressen, wandlungsfähig, widerständig, kulturvoll, herausfordernd, beherzt, humorvoll, solidarisch, spontan und

eine wahre Freundin im geschützten Raum für Ältere und Jüngere, ein Ort politischer Bildung und genaues Abbild gesellschaftlicher Realitäten.

Nach so viel Zuspruch wurde gemeinsam über die Zukunft nachgedacht.

Für das 2019/2020 Jubiläum gab es thematische Ideen wie „das Erbe unserer DDR- Sozialisation und was es uns bedeutet“, Vergleiche zwischen Ost und West- Sozialisierungen von Frauen* 30 Jahre nach Mauerfall, Patriarchat im Sozialismus, etc.

Es schien der Wunsch aller anwesendenFrauen* an diesem Abend die Zukunft zu nutzen, um die letzten Jahre des Patriarchats zu beschleunigen.

Als eine Teilnehmerin das Thema „Zeit“ vorschlug und warum wir davon nur noch so wenig zu haben scheinen, antwortete leidenschaftlich eine syrische Frau, für die Paula ein 2. Zuhause wurde „Weil wir in Deutschland sind“. 🙂

Alle waren sich einig, dass wir noch mehr politische Bildung und Aufklärung brauchen, dies hinsichtlich von Themen wie: warum brauchen wir noch immer sichere Orte für Frauen und was Gewalt gegen uns wirklich bedeutet, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Emanzipationsbewegungen, was bedeutet die historische Regression für uns im Frauenzentrum Paula Panke.

Danke an alle, die diesen nachdenklichen produktiven Abend mit uns verbrachten. Wir schauen jetzt nach Vorn, freuen uns auf das neue Jahr, eine neue Bildungsreihe und unsere Besucherinnen*.

„Für ein Zuhause ohne Gewalt“ – Internationaler Aktionstag

Am 25. November findet weltweit der internationale Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen“ statt. Mit unterschiedlichen Aktionen und Veranstaltungen wird auf die verschiedenen und häufig subtilen Formen von Gewalt an Frauen öffentlich aufmerksam gemacht. Paula Panke ist bei der alljährlichen Pankower Aktion „Für ein Zuhause ohne Gewalt“ am 23.11.2018 dabei. Von 16.00 bis 18.00 Uhr in den Schönhauser Allee Arcaden (Schönhauser Allee 80, 10439 Berlin) finden sich die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksamtes Pankow, Vertreter*innen der Polizei und Mitarbeiterinnen von Antigewaltprojekten zusammen und informieren vor Ort über das Thema.

Paula Panke unterstützt von Gewalt betroffene Frauen mit Beratung und bietet Schutz in Zufluchtswohnungen