Besuch aus der Ukraine

Wir freuen uns über den Besuch von genderpolitischen Aktivistinnen und Expertinnen aus der Ukraine, die, auf Initiative der Friedrich-Ebert-Stiftung, eine Woche in Berlin zu Besuch sind, um die Arbeit deutscher Organisationen kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und Anregungen für eigene Initiativen zu erhalten. Astrid Landero, Projektleiterin des Frauenzentrums Paula Panke, berichtete über die Entstehungszusammenhänge des Zentrums im Rahmen der gesellschaftlichen Umbrüche 1989, wie ost- und westdeutsche Feministinnen zuerst eine Verständigungsebene finden mussten und welche Schwerpunkte die Arbeit des Frauenzentrums damals wie heute ausmachen. Das Gespräch mit den ukrainischen Aktivistinnen hat gezeigt, dass, sowohl in der Ukraine als auch Deutschland, von den 90er Jahren bis heute, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen einer der wichtigsten Ansätze hin zu Gleichberechtigung auf allen gesellschaftlichen Ebenen ist. Paula Pankes Modell der flexiblen Kinderzeitbetreuung war diesbezüglich wegweisend und hat, mit solidarischer Unterstützung verschiedener Generationen von Frauen, vielen, v.a. alleinerziehenden Frauen in Pankow volle Erwerbstätigkeit und Unabhängigkeit ermöglicht.

Welcome Dinara Assanova

Von Oktober bis Dezember absolviert Dinara Assanova über das Institut für Auslandsbeziehungen (CrossCulture Förderprogramm) bei Paula Panke ein Berufspraktikum. Dinara  hat in ihrer Heimat Kasachstan Politikwissenschaften studiert. Nach ihrem Studium sammelte sie umfangreiche Erfahrungen auf sozialem und auch wirtschaftlichem Gebiet. 2006 gründete sie die NGO “ Women of Kazakhstan“, die sie bis heute leitet. Ihre NGO engagiert sich für die Sichtbarkeit und Würdigung historischer Frauenpersönlichkeiten, fördert die aktive Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen und unterstützt den Zugang zu Bildung für Frauen und Mädchen aus ländlichen Gegenden

Dinara Assanova sucht den Austausch mit deutschen Aktivistinnen, die sich für Frauenrechte engagieren. Zu uns gekommen ist sie mit einem Koffer voller Ideen für gemeinsame Projekte und für einen intensiven politischen und kulturellen Austausch. Wir sind voller Neugier und freuen uns auf die gemeinsame Zeit mit Dinara Assanova bei Paula Panke.

Eat&Meet am Wahlsonntag

Am Wahlsonntag wurde bei Paula Panke geredet, gescherzt, gespielt, gemalt, geknetet, geformt, gebraten und gebrutzelt. Mit über 20 Frauen und Kindern aus Afghanistan, dem Irak und Syrien haben wir den Wahlsonntag fröhlich verbracht. Köstlichkeiten aus den Herkunftsländern der Frauen machten die Runde. Ein syrisches Mädchen schrieb unter ihr Bild:

„Schön, dass Ihr da seit, dass wir zusammen sind.“

Wir ahnten wohl schon, dass unsere Sonntagsgestaltung eine passende hochaktuelle Antwort auf dieses Wahlergebnis sein wird. Für uns gilt nun: Jetzt erst recht! Gemeinsam leben, gemeinsam gegen Rassismus und völkische Propaganda aufstehen!

Heike Gerstenberger : Agentin des Wandels

In unserem letzten biografischen Erzählcafé hatten wir die große Ehre eine Agentin des Wandels bei uns zu begrüßen. Heike Gerstenberger setzt sich als Gleichstellungsbeauftrage des Bezirks Pankow seit 1991 für die Gleichstellung von Frauen und Männern sowohl in Pankow als auch auf Bundesebene ein. Im Gespräch mit Astrid Landero, Projektleiterin von Paula Panke, sprach Heike Gerstenberger über ihre Jugendzeit, verriet uns, wie sie ihre erste Liebe kennen lernte, die Wendejahre erlebte, das Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall ablehnte und neben ihrem beruflichen Engagement eine Familie gründete. Eines ihrer Lieblingsprojekte ist die Spurensuche zur Frauengeschichte in Pankow, bei dem mit Gedenktafeln, Straßen- und Platzbenennungen sowie Buchveröffentlichungen an berühmte und wegweisende Pankower Frauen erinnert wird.

Der Imagefilm „Agentinnen des Wandels“, beauftragt von der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen, zeigt wie enorm wichtig die Arbeit der Gleichstellungsbeauftragen ist.

Willkommen Jenny!

Am 1. September 2017 hat Jenny Ebner bei Paula Panke die Projektkoordinierung und Öffentlichkeitsarbeit übernommen. Sie hat sich beworben und von 124 Bewerberinnen fiel die Wahl auf sie.

Jenny Ebner ist Historikerin und Ethnologin (M.A.).

Sie hat in Berlin studiert, in Neukölln ein Mädchenprojekt gemanagt und war zwei Jahre für die Robert Bosch Stiftung als Kulturmanagerin in Ägypten tätig.

Erfahrungen hat sie im Projektmanagement, in Teamleitung, Budgetsteuerung, Drittmittelakquise, Öffentlichkeitsarbeit und sie spricht vier Sprachen.

Sie ist 35 Jahre jung und hat einen kleinen Sohn.

Wir freuen uns, dass unser kleines Team wieder komplett ist, dass wir in Jenny eine sehr kompetente, hoch motivierte, junge und erfahrene feministisch denkende Kollegin gefunden haben.

Nochmal: ein herzliches Willkommen an Bord des Paula Panke Schiffs.

Wir wünschen Dir Gesundheit, Energie, Geduld und Vergnügen für die neue Aufgabe als Projektkoordinatorin.

Schöner leben mit Feminismus

Das Berliner Frauennetzwerk und wir waren dabei und haben fundamentalistische Demonstrierende, die sich pradoxerweise „Lebensschützer“ nennen, in die Enge getrieben. Gemeinsam mit dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung und vielen Berliner*innen, die sich für ein Leben und Liebe ohne Bevormundung stark machen. Zudem waren wir Teil des CommUNITY Carnival, um gemeinschaftlich gegen Rassismus und für die soziale Gleichberechtigung geflüchteter Menschen, einzutreten. Nun heißt es am 24. September wählen gehen und antifeministischen Ideen eine klare Absage erteilen.

Gestern Abend bei Paula Panke

Die Kolumnistin, Moderatorin, Schriftstellerin und unsere Nachbarin: Lea Streisand.

Eine tolle Lesung zum Lachen und Weinen während es draussen stürmte…

Unter die Lupe genommen

Einladung zum Pankower Kandidat*innen-Check aus Frauensicht

Das Frauennetz Pankow lädt am 12. September ab 18:30 Uhr alle Pankower/innen in den Großen Ratssaal des  Rathauses Pankow ein, um ihre Direktkandidatinnen und -kandidaten genau unter die Lupe zu nehmen. Bei der Veranstaltung können Bürgerinnen die anwesenden Politikerinnen und Politiker befragen und prüfen, wie diese sich im Bundestag für wichtige Themen einsetzen wollen – beispielsweise für verlässliche Kinderbetreuung, eine bessere Anerkennung von Sorge- und Pflegearbeit, bezahlbaren Wohnraum oder gleiche Bezahlung für Frauen und Männer.

Folgende Bundestagskandidat*innen haben die Teilnahme an der Veranstaltung zugesagt:

Daniela Kluckert, Athanasia Rousiamani-Goldthau (FDP), Stefan Gelbhaar, Canan Bayram (Bü90/ Die Grünen), Timur Husein (CDU), Klaus Mindrup (SPD), Stefan Liebich (Die LINKE), Maria von Bolla (Die Partei).

Das Pankower Frauennetz ist ein frauenpolitisches Bündnis der Pankower Frauenprojekte, des Frauenbeirates Pankow und der Gleichstellungsbeauftragten des Bezirksamtes Pankow.

Nähere Infos: EWA e.V. Frauenzentrum, kultur@ewa-frauenzentrum.de oder Gleichstellungsbeauftragte Pankow, heike.gerstenberger@ba-pankow.berlin.de

www.frauennetz-pankow.de

Ab ins Jrüne

Am Sonntag, dem 27. August ging´s ab ins Jrüne.

Gemeinsam mit über 30 geflüchteten Frauen (+ einige unterstützende Ehemänner) und vielen neugierigen Kindern zogen wir von Pankow in den fernen Süden, in den Britzer Garten.
Bei Sonnenschein wurde auf grünem Gras gepicknickt. Köstlichkeiten aus Syrien, dem Irak und Afghanistan wurden in der vergnügten Runde rumgereicht. Die Kinder spielten Federball, Fussball und schaukelten stundenlang.
Die Erwachsenen redeten, lachten, ruhten sich aus, spazierten durch die herrliche Parkanlage, tranken Tee und tanzten zum Schluss.
Nur einmal war Stille, als ein kleines 10 jähriges Mädchen aus Kundus in bestem Deutsch von ihrer dramatischen Flucht aus Kundus erzählte.

Ein wunderschöner Sonntag für alle, die dabei waren. Bevor die dunkle Jahreszeit sich über Berlin zieht, haben wir alle nochmal Sonnne und Sauerstoff gemeinsam getankt.

Ausstellungseröffnung

mit Bildern von Carolin Wolke

am Freitag, 9.Juni 2017 mit vielen wunderbaren Gästen

Für Carolin Wolke war es die Freude am Gestalten vor allem mit Farbe, die sie als Ausgleich zu ihrer Designertätigkeit, zur Malerei führte.

Die Basis dafür erhielt sie sowohl in den künstlerischen Grundlagen während ihres Studiums als auch durch Teilnahme an Mal- und Zeichenzirkeln.

Ihre Bildthemen sind u.a. Landschaften und Tiere. Der Grund, weshalb Carolin Wolke malt, sind interessante visuelle Erlebnisse und auch die Farben mit ihrem immer wieder neuen Zusammenspiel.

Anregung für Bilder findet sie auf zahlreichen Reisen im In- und Ausland und ihrer Umgebung. Sie verarbeitet die Eindrücke und formt sie zu gegenstandsbezogenen Bildern.

 

zu sehen bis 30.August, bitte unter 48099846 oder frauenzentrum@paula-panke.de anmelden