Am 13. März 2026 wurde im Frauenladen Paula die Ausstellung „Human Rights“ von Kirsten Wechslberger eröffnet – im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus – und sie hat genau das eingelöst, was sie verspricht: einen offenen Raum für Begegnung, Irritation und gemeinsames Nachdenken.
Zwischen 18 und 20 Uhr füllte sich der Raum mit Besucher*innen, die nicht nur schauen, sondern aktiv teilnehmen wollten. Die interaktive Installation lud dazu ein, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erkunden – spielerisch, aber mit Tiefgang. Was zunächst wie ein visuelles Spiel wirkt, entwickelte sich schnell zu einem Ausgangspunkt für intensive Gespräche über Gleichwertigkeit, gesellschaftliche Zuschreibungen und die Frage, wie Menschenrechte im Alltag tatsächlich erlebt werden.
Die Grußworte von Monika Flores Martínez (Antidiskriminierungsbeauftragte) und Ulrike Spieler (Gleichstellungsbeauftragte) machten deutlich: Menschenrechte sind kein abstraktes Konzept, sondern zeigen sich in konkreten Situationen – im Bürgeramt, im öffentlichen Raum, im Miteinander. Ihre Beiträge spannten den Bogen zwischen strukturellen Fragen und persönlichen Erfahrungen und eröffneten damit einen wichtigen Resonanzraum für die Ausstellung.
Besonders spürbar war an diesem Abend die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit: Es wurde diskutiert, ausprobiert, gelacht – und immer wieder innegehalten. Genau darin lag die Stärke der Vernissage: Sie hat Menschen zusammengebracht und Gespräche angestoßen, die über den Ausstellungsraum hinaus wirken.
Die Ausstellung ist noch bis zum 9. Juni 2026 im Frauenladen Paula zu sehen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
