Rückblick zum Worlcafé: Neue Bildungsreihe. Abbildung von einem Tisch mit mehreren Armen die etwas aufschreiben, auf dem Computer tippen, etc. Bild erstellt mit Paula Panke/ Canva.

Bild erstellt mit Paula Panke / Canva.

Rückblick: Worldcafé für neue Bildungsreihe

Alle zwei Jahre kommen wir im Rahmen eines Worldcafés mit euch zusammen, um gemeinsam über das Thema der nächsten Bildungsreihe zu reden. Dabei geht es um die Frage, was uns aus feministischer Perspektive wichtig ist. Worüber müssen wir in den folgenden zwei Jahren reden? Und was beschäftigt uns gerade besonders?

Auch bei der diesjährigen Veranstaltung kamen verschiedene Menschen zusammen, um Ideen zu sammeln und miteinander ins Gespräch zu kommen. Als Ausgangspunkt für die Gespräche schlug das Team von Paula Panke zwei Themenideen vor:

1) Zeit ist Macht

Zeit. Sie ist da und jede*r hat die gleiche Menge davon zur Verfügung… really?!

Unsere Leben sind rund um Vollzeit-Arbeitsstellen organisiert, worin Reproduktions- und Care-Zeiten kommen eher nicht vorkommen. Sie sind unsichtbar und unbezahlt wie alle „natürlichen“ Ressourcen. Unsere Gesellschaft ist geprägt von linearen Zeitvorstellungen wie Fortschritt und Karriere, wobei zyklische Zeiten wie Menstruation, Schwangerschaft und Care Rhythmen keine sichtbare Rolle spielen. Begriffe wie Zeitarmut und Zeitadel verdeutlichen, dass Menschen unterschiedlich über ihre Zeit verfügen können. Das beeinflusst maßgeblich ihre Möglichkeiten der politischen Teilhabe, persönlichen Entwicklung oder einfach für Muße. Deswegen wollten wir dieses Thema aus feministischer Perspektive in den Blick nehmen und zeigen: Zeit ist tief in patriarchale Machtverhältnisse eingebettet!

2) Wie wollen wir leben? Feministische Perspektiven auf eine sozial und ökologisch gerechte Zukunft

Wie können wir in Zeiten von Klimakrise, Artensterben und wachsender Ungleichheit gut zusammenleben? Diese Reihe würde sich Themen wie Klimagerechtigkeit, Care-Arbeit, nachhaltigem Wirtschaften, Ernährung und Landwirtschaft, Wohnen, Mobilität, Ressourcenverteilung, globaler Verantwortung, Demokratie und feministischen Utopien widmen. Es wird dazu eingeladen, ökologische und soziale Herausforderungen zusammenzudenken und Perspektiven für eine lebenswerte Zukunft zu entwickeln.

Wo ist denn da die Demokratie?

Nun, wir haben euch ja nicht eingeladen, damit ihr zwischen diesen beiden Themen wählt und Punkt. Wir wollten mit euch in den Austausch gehen und fragen, was EUCH interessiert. Also sind wir zusammen gekommen und haben Ideen für ein drittes Thema gesammelt.

Das waren einige eurer Vorschläge:

  • Frauen* in der Literatur aus dekolonialer Perspektiven
  • Wirkung von Frauen* in Geschichte und Gegenwart
  • Selbstermächtigung

Beim Sammeln ist uns jedoch aufgefallen, dass die Ideen Vieles miteinander verbindet. Immer wieder kamen wir auf die übergeordnete Frage zurück: Wie wollen wir leben?

Diese Erkenntniss half uns dabei, die Diskussion einzugrenzen. Also einigten wir uns darauf, uns in zwei Gruppen aufzuteilen, und die Frage Wie wollen wir leben weiter auszubauen. Nach einem spannenden Austausch haben wir uns gegenseitig unsere Ergebnisse und Ideen präsentiert und versucht, eine Struktur zu finden.

Wir sprachen über Teilhabe, Fürsorge und ein faires Miteinander. Wir wollen Themen, die generationsübergreifend sind, Vielfalt bieten und Selbstermächtigung ermöglichen: Schluss mit Abbau von Demokratie, Schluss mit Gewalt. Bitte mehr Impulse von Frauen – von damals als auch von heute!

Ihr merkt, es gibt viel zu besprechen.

Und was nun?

Durch eure Hilfe sammelten wir viele Themen. Das Feld ist groß.

…Wir sagen mal so viel: Lasst euch überraschen 😉

* Das ‚*‘ nach Frauen bedeutet, dass der Begriff „Frau*“ sich hier auf alle Personen bezieht, die sich unter der Bezeichnung „Frau“ definieren, definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen.

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