Ausstellungen

WERTPAPIERE

AUSTELLUNG VON SUSANNE KIENER

Susanne Kiener formt, faltet, dreht, schneidet, stanzt, rollt, sammelt und bemalt benutztes Papier und Altpapier, um aus scheinbar Wertlosem Bilder in den verschiedensten Formaten anzufertigen. Die farbenfrohen, meist dreidimensionalen Bilder locken die Betrachtenden geradezu danach zu greifen, um herauszufinden, um welches Material es sich dabei handelt.

KÜNSTLERISCHER WERDEGANG

Der künstlerische Werdegang von Susanne Kiener begann bereits im Kindesalter –  nachdem sie den ersten Stift in der Hand hielt, ließ sie ihn eigentlich nicht mehr los. Malen und Zeichnen waren schon immer ihre Leidenschaften.

Gleich nach dem Studium nahm sie ihre Tätigkeit als Kunsterzieherin auf, parallel dazu ein Abendstudium im Fach ,,Malerei und Grafik” an der Kunsthochschule Weißensee.

Während dieser Jahre fanden auch schon erste Gruppen – und Einzelausstellungen, unter anderem bei der AOK Berlin statt, welche auch 8 ihrer Bilder für ihre Kunstsammlung aufkaufte.

Im Jahr 1997 schloss sie eine Ausbildung als Grafikdesignerin ab, besonderes Interesse galt auch hier wiederum der Malerei. Einige ihrer großartigen Dozenten waren unter anderen Michael Otto und Gert Neuhaus.

Während dieser Zeit arbeite sie hauptsächlich an Aktbildern. Der menschliche Körper mit all seinen Facetten stand im Vor­dergrund. Später entstanden dann vor allem Landschaftsbilder.

Nach und nach änderte sich die Maitechnik und auch die Bilder wurden ganz allmählich immer weniger gegenständlich.

Ab 2007 wandelte sich ihr Interesse dann immer mehr. Sie begann mit  Recyclingmaterialien und Zeitungspapier zu experimentieren. Der Gedanke des Überflusses in unserer Gesellschaft beschäftigte sie immer mehr.

Seit 2010 arbeitete sie intensiv an Bildern, die alle eines gemeinsam hatten, sie wurden mit Materialien angefertigt, welche scheinbar überflüssig waren und sind, und eigentlich weggeworfen werden würden, das waren unter anderem: Wellpappe, Seidenpapier ,Teelichter, Zeitungspapier und Katalogpapier, alte Kalender, Tapetenreste usw. Aus diesen Materialien werden dreidimensionale Bilder geformt, und ab und zu durch Farbe ergänzt.

Die Anregungen für ihre Bilder findet sie in der Natur. Diese Bilder können entweder groß sein –  oder aber ganz klein, wie die Serie, die im Jahr 2014 bis 2015 entstand, die Wochenbilder. Jedes nur 20 x 20 cm, und welche in lockerem Abstand auch heute fortgeführt wird.

Im Jahre 2015 entstanden Bilder aus reinen Fundsachen. Der Blick wanderte beim Laufen permanent auf der Straße über den Boden. Erstaunliches ließ sich da finden und weiter verarbeiten. Zwischen 2015 und 2019 entstanden eine Reihe größerer Arbeiten, alle aus Recyclingkarton oder -Papier.

In diesen Arbeiten kann man sehr schön Bewegungen, Schwünge und Strukturen der Natur nachvollziehen.

Auch im Jahr 2019 arbeitet Susanne Kiener weiter an Bildern aus weggeworfenen und gefundenen
Papieren.

Die Ausstellung wird  bis zum 24. Januar 2020 gezeigt. Wenn Sie die Ausstellung besichtigen möchten, bitten wir um vorherige Anmeldung unter 030-48099846 oder frauenzentrum@paula-panke.de