20260611_Aroace Time

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Rückblick: „Aroace Time? Zum asexuell-aromantischen Erleben von und Umgehen mit Chrononormativität“

Im Rahmen eines Vortragsabends stellte Mara Wassermeier zentrale Aspekte ihrer Masterarbeit im Bereich Gender Studies (Humboldt-Universität zu Berlin) vor. Ausgangspunkt war die Frage, wie asexuelle und aromantische Personen gesellschaftliche Zeitordnungen erleben und mit ihnen umgehen.

Der Vortrag widmete sich dem Konzept der Chrononormativität, das beschreibt, wie Gesellschaften „richtige Zeitpunkte“ für bestimmte Lebensereignisse definieren (vgl. Elizabeth Freeman 2010; Doris Arztmann 2018). In westlichen Kontexten sind romantische Beziehungen und sexuelle Erfahrungen eng mit Vorstellungen von Erwachsenwerden verknüpft und fungieren häufig als normative Meilensteine (vgl. Baumgart & Kroschel 2023).

Der Vortrag zeigte, wie asexuelle und aromantische Lebensweisen diese Zeitlogiken sichtbar irritieren: Sie machen deutlich, dass biografische Erwartungen nicht neutral sind, sondern sozial hergestellt und normativ aufgeladen.

Im Anschluss an den Vortrag folgte eine lebhafte Diskussion, in der Erfahrungen, theoretische Perspektiven und Fragen zur gesellschaftlichen Einordnung von Aroace-Lebensrealitäten zusammengebracht wurden. Den Abschluss bildete ein offener Austausch.

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