Valeska Gert 1918 auf deutscher Karte vom Atelier Leopold in München

Valeska Gert beim Tanzen als Karte, Bild; Wikimedia, Atelier Leopold München

Lesung: Die Tänzerin Valeska Gert

9.12.2022, 19:00 - 21:00 // Paula Panke Frauenzentrum

Valeska Gert: Ich bin eine Hexe – Kaleidoskop meines Lebens

Das wilde Leben der Valeska Gert schien aus allen Nähten zu platzen. Sie war Schauspielerin, Tänzerin und Kabarettistin. Im Berlin der 20er Jahre schockierte sie das Publikum mit ihren expressiven, eigenwilligen Grotesktanz-Nummern und löste Skandale aus. Sie tanzte alles: den Tod, das Laster, die Nervosität, das Kino, die Jazzband und den Straßenverkehr der Großstadt. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, emigrierte sie in die USA, schlug sich als Tellerwäscherin und Aktmodell durch und eröffnete 1941 in New York ihre „Bettler-Bar“, eine Kabarettbühne mit Ausschank.

Nach nur vier Jahren musste sie wegen behördlichen Auflagen schließen, sie ging zurück nach Deutschland und gründete in Berlin „Die Hexenküche“ und später den legendären mit Heu ausgelegten „Ziegenstall“ auf Sylt.

Valeska Gert hat sich Zeit ihres Lebens nicht beirren lassen und ihre Ziele verfolgt. Als Star war sie vergessen, aber sie hat sich nie unterkriegen lassen. Sie war, wie Tucholsky über sie sagte, eine „dolle Nummer und eine außerordentliche Frau“.

Ein Vortrag von und mit Cornelia Birkfeld und in Kooperation mit Kulturring in Berlin e.V.

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