Bild: © Paula Panke

Rückblick: Ein schöner Abschluss für die „Installations Vivantes“ im Feministischen Zentrum in Weißensee

Mit einem kraftvollen Abend ging die Ausstellung Installations Vivantes der Künstlerin Willie, mit einem Beitrag von Zara Alexandrova, in unserem Feministischen Zentrum in Weißensee zu Ende. Die Finissage brachte noch einmal Menschen zusammen, um gemeinsam hinzusehen, zu gedenken und Räume der Solidarität zu schließen, und gleichzeitig neue zu öffnen.

700 Briefe gegen das Schweigen: Die „Walls of Shame“

Im Zentrum der vergangenen drei Monate stand die wachsende Installation „Walls of Shame“. Sie bot Betroffenen von sexualisierter Gewalt die Möglichkeit, ihre Geschichten, Schmerzen und Worte anonym in Form von Briefen zu teilen. Mehr als 700 Zusendungen erreichten die Ausstellung in dieser Zeit.

Im Rahmen der Finissage wurden die Briefe nun sorgsam abgehängt. Ihre Reise ist jedoch nicht zu Ende: Sie sind weitergezogen und erhalten im Rahmen von Femme Art Mannheim erneut eine Stimme.

Spuren im Boden: Die MOMMYs

Ein weiterer Programmpunkt war das partizipative Projekt MOMMYs. Unter Anleitung von Willie hatten Teilnehmende in den vergangenen Wochen kleine, individuelle Daumenschalen geformt. Diese Gefäße stehen als symbolische und körperliche Spuren für gemeinsame Arbeit, Fürsorge und Verbundenheit. Am Abend der Finissage wurden die Schalen in einer feierlichen Zeremonie im Garten des Zentrums vergraben – als bleibende Zeitzeugnisse im Boden von Weißensee.

Ein Blick auf das Femizid-Mahnmal

Ergänzt wurde der Abend durch Einblicke in die Umgestaltung der Außenfassade des Feministischen Zentrums. Diese wird zu einem sichtbaren Femizid-Mahnmal umgestaltet, um Mahnung und Gedenken dauerhaft im öffentlichen Raum zu verankern.

Wir bedanken uns von Herzen bei Willie und Zara Alexandrova für ihre eindrückliche Arbeit, bei allen Betroffenen für ihr Vertrauen sowie bei allen Gästen, die diesen Abend mit uns verbracht haben.

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