Bild: © Paula Panke

Vortrag aus den Gender Studies: Von Cyborgs und Monstern: Autoethnographische Arbeit mit behinderter trans* Körperlichkeit

12.11.2026, 18:00 - 20:00 // Paula Panke Weißensee

Literarische Metaphern sind schon lange Teil der kritisch-feministischen Denktradition. So prägte 1983 die materialistische Feministin Donna Haraway den Begriff des Cyborgs, der seitdem nicht nur durch die feministische Theorie, sondern auch durch die Disability Studies geistert. In letzteren wird er allerdings u.a. als Symbol für Technologie als potenziell eugenisches Allheilmittel für Behinderung stark kritisiert. Ebenso steht die Figur des Monsters seit langer Zeit für die Abwertung und Entmenschlichung verschiedenster marginalisierter Gruppen, behinderte und trans* Menschen eingeschlossen. 1994 stieß Susan Stryker, Mitbegründerin der Trans* Studies, allerdings eine positive Wiederaneignung besonders von Frankensteins Monster unter trans* Autor*innen an, die bis heute anhält. Auf der Grundlage dieser beiden ambivalenten Figuren wollen wir uns in gemeinsamer autoethnographischer Arbeit anschauen, wie das Monster, der Cyborg oder auch ihre Kombination in unseren jeweils verschiedenen Lebensrealitäten Identifikationspunkte und dadurch Potenzial für Theoriebildung und politischen Aktivismus bieten.

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