Vortrag aus den Gender Studies: Aroace Time? Zum asexuell-aromantischen Erleben von und Umgehen mit Chrononormativität

Vortrag aus den Gender Studies: Aroace Time? Zum asexuell-aromantischen Erleben von und Umgehen mit Chrononormativität

Vortrag aus den Gender Studies: Aroace Time? Zum asexuell-aromantischen Erleben von und Umgehen mit Chrononormativität

11.06.2026, 18:00 - 20:00 // Paula Panke Weißensee

Chrononormativität beschreibt die gesellschaftliche Vorstellung, dass es einen „richtigen Zeitpunkt“ für bestimmte Entwicklungen und Meilensteine im Leben einer Person gibt (vgl. Arztmann 2018; Freeman 2010). Dabei spielen auch Romantik und Sexualität eine zentrale Rolle: Romantisches und sexuelles Interesse sowie das Führen entsprechender Beziehungen gelten in westlichen Gesellschaften häufig als selbstverständlicher Bestandteil des Erwachsenwerdens und des Erwachsenseins (vgl. Baumgart/Kroschel 2023, S. 123).

Asexualität und Aromantik stellen diese normativen Vorstellungen von biografischen Abläufen, Alter(n) und vermeintlichen Lebensmeilensteinen infrage. Sie „verwirren“ oder verschieben die erwarteten Zeitlichkeiten, die gesellschaftlich an Beziehungen und Lebensphasen geknüpft sind.

In diesem Vortrag stellt Mara Wassermeier Ergebnisse ihrer Masterarbeit vor und untersucht, wie asexuelle und aromantische Personen Chrononormativität erleben und mit ihr umgehen.

Mara studiert Gender Studies (M.A.) an der Humboldt-Universität zu Berlin mit Schwerpunkten auf Asexualität, Aromantik und Queer Studies. Zuvor hat sie Soziale Arbeit studiert und arbeitet aktuell als Sozialarbeiterin in einer therapeutischen Wohngemeinschaft für Menschen mit psychiatrischen Diagnosen.

Literatur

Arztmann, Doris (2018): K_eine Zeit. Zeitschrift für Medienwissenschaft, 10(18), S. 187. https://dx.doi.org/10.25969/mediarep/2424

Baumgart, Annika; Kroschel, Katharina (2023): [un]sichtbar gemacht: Perspektiven auf Aromantik und Asexualität. 2. Aufl., Münster: edition assemblage.

Freeman, Elizabeth (2010): Time Binds: Queer Temporalities, Queer Histories. Durham/London: Duke University Press.

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