Veranstaltungen

    Gesprächsabend mit Gabi Rimmele: „Leichtigkeit durch Loslassen“ – Alte Rollenbilder loslassen

    Mittwoch, 16.10.2019
    von 19:00 bis 21:00 Uhr

     

    Paula Panke
    Schulstraße 25
    13187 Berlin

    Rollenbilder, die wir uns in unserer Kindheit angeeignet haben, prägen unser Denken und Handeln in der Gegenwart. Mit dem weiblichen Rollenbild sind traditionell soziale, vermittelnde Eigenschaften verknüpft. Frauen haben oftmals ein sehr ausgeprägtes Pflichtgefühl verinnerlicht: die Pflicht, die Bedürfnisse anderer aufzuspüren und die Bereitschaft, allseits zu helfen. Der innere Kritiker sitzt uns auf der Schulter und sagt uns ständig, dass wir noch nicht genug tun oder „nicht richtig“ sind. Wo aber bleiben die eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Sehnsüchte?

    Die eigenen Rollenbilder zu hinterfragen kann helfen, sich aus traditionellen Zwängen zu befreien und die eigenen Bedürfnisse wahr- und ernst zu nehmen, das Leben insgesamt leichter zu nehmen.

    Offen für Frauen*.


    Lesung mit Daniela Dahn: Der Schnee von gestern ist die Sinflut von heute: Die Einheit – eine Abrechnung

    Dienstag, 22.10.2019
    von 19:00 bis 00:00 Uhr

     

    Paula Panke
    Schulstraße 25
    13187 Berlin

    © Hermann Willers

    In sieben Büchern hat Daniela Dahn sich mit der Einheit und den Folgen befasst, ein achtes war nicht geplant. Nun hat sie es dennoch geschrieben, denn die Zeiten sind danach: Nach dreißig Jahren Vereinigung ist die innere Spaltung zwischen Ost und West so tief wie eh und je; und es haben sich sogar neue Klüfte aufgetan, die unser Gemeinwesen erschüttern. Sie haben damit zu tun, dass die vermeintlichen Sieger der Geschichte das Erbe der beitrittsgeprüften “Brüder und Schwestern” komplett ausgeschlagen haben.

    Daniela Dahn, geboren in Berlin, studierte Journalistik in Leipzig und war Fernsehjournalistin. 1981 kündigte sie und arbeitet seitdem als freie Schriftstellerin und Publizistin. Sie war Gründungsmitglied des «Demokratischen Aufbruchs» und hatte mehrere Gastdozenturen in den USA und Großbritannien. Sie ist Trägerin unter anderem des Fontane-Preises, des Kurt-Tucholsky-Preises für literarische Publizistik, der Luise-Schroeder-Medaille der Stadt Berlin und des Ludwig-Börne-Preises.

     

    Eine Lesung im Rahmen des Leseherbst 2019, gefördert vom Kulturamt Pankow


    Polnisch-Deutscher Frauensalon " Vom Staatssozialismus in die Marktwirtschaft", Erinnerungen und Erfahrungen von polnischen und DDR-Frauen* in den Jahren gesellschaftlicher Transformation

    Mittwoch, 23.10.2019
    von 19:00 bis 21:00 Uhr

     

    Paula Panke
    Schulstraße 25
    13187 Berlin

    Die Germanistin und Soziologin Joanna Czapska lebt seit 1981 als polnische Migrantin in Berlin und ist seit mehreren Jahren in unterschiedlichen soziokulturellen Frauenprojekten haupt- und ehrenamtlich tätig. Astrid Landero, geboren und aufgewachsen in Thüringen ist seit 30 Jahren in der Berliner Frauenprojekteszene engagiert und leitet seit 2009 das Frauenzentrum Paula Panke.

    Astrid Landero und Joanna Czapska im Gespräch, Moderation: Jenny Ebner


    Lesung „Unerhörte Ostfrauen – Lebensspuren in zwei Systemen“ mit Ellen Händler und Uta Mitsching-Viertel

    Mittwoch, 30.10.2019
    von 19:00 bis 21:00 Uhr

     

    Paula Panke
    Schulstraße 25
    13187 Berlin

    Unerhört – und doch prägend: Das sind sie, die Ostfrauen, die in diesem Buch zu Wort kommen. Schon in den 1960er, 70er und 80er Jahren haben sie Beruf und Familie erfolgreich vereinbart, haben das Kind geschaukelt und im Beruf ihre Frau gestanden. Anders als ihre Geschlechtsgenossinnen im Westen profitierten sie dabei von frauenpolitischen Maßnahmen wie flächendeckender Kinderbetreuung, Ausbildungsförderung oder Haushaltstag – und mit der Wende erschien es einigen, als seien sie in Sachen Gleichberechtigung ins Mittelalter zurückgefallen. Authentisch, emotional und auch trotzig verteidigen die interviewten Frauen ihre Erfahrungen in Ost und West. Entwaffnend offen ziehen sie persönliche Bilanz, berichten über
    fehlende Anerkennung und Vorurteile, die ihnen im Westen begegnet sind, über ihren Neuanfang nach der Wende und über ihren Erfahrungsvorsprung zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, den sie in den Westen eingebracht haben. Die Autorinnen versprechen den Leserinnen und Lesern eine interessante, spannende und unterhaltsame Lektüre mit einer Prise Humor.

    Uta Mitsching-Viertel und Ellen Händler, Jahrgang 1948, verbindet mit den von ihnen interviewten Frauen eine gemeinsame Lebensgeschichte. In der DDR geboren und aufgewachsen, begannen sie im Osten ihre berufliche Laufbahn und wurden Mütter von jeweils zwei Kindern. Uta Mitsching-Viertel ist promovierte Politologin und war in verschiedenen Verlagen, u.a. im Verlag für die Frau,und beim DDR-Fernsehen tätig. Nach der Wende arbeitete sie in der öffentlichen Verwaltung, zuletzt bei einem Bundesministerium, wo sie bis zu ihrer Pensionierung über zwölf Jahre hinweg zur Gleichstellungsbeauftragten gewählt wurde. Ellen Händler, promovierte Soziologin, arbeitete im Amt für Jugendfragen und war Fachreferentin für Bildung im Sekretariat des Ministerrates der DDR. Nach der Wende war sie im Bundesamt zur Regelung offener Vermögensfragen und dessen Rechtsnachfolger im Leitungsstab und über fünfzehn Jahre als Pressesprecherin tätig. Beide Autorinnen genießen ihre Rentenzeit mit jeweils vier Enkelkindern.

    Eine Lesung im Rahmen des Leseherbst 2019, gefördert vom Kulturamt Pankow.      


    Erzählcafé „Transformationserfahrungen von Frauen*“

    Samstag, 02.11.2019
    von 11:00 bis 16:00 Uhr

     

    Paula Panke
    Schulstraße 25
    13187 Berlin

    In diesem Jahr schauen wir auf 30 Jahre Leben im wiedervereinigten Deutschland seit dem Fall der Mauer zurück. Das Erzählcafé lädt Frauen* dazu ein, sich vor allem an die Nachwendezeit der Wegbrüche, Umbrüche und Aufbrüche zu erinnern. Wir wollen auf die spezifischen Lebenszusammenhänge von Frauen* mit DDR-Herkunft schauen und fragen, wie die Zeit seit 1989 biografisch bewältigt wurde und welche persönlichen Bilanzen jede Frau* zieht. Dabei wird es in Rückblenden auch um die Prägungen durch das Leben in der DDR gehen. Wir laden Frauen* ein, sich erzählend einzubringen, den anderen zu zuhören und am gegenseitigen Austausch miteinander in einem geschützten Rahmen aktiv teilzunehmen.

    Für Frauen* aller Generationen offen. Wir bitten um Anmeldung zu unseren Sprech- und Telefonzeiten unter 0304854702 oder per Mail an frauenzentrum@paula-panke.de

    Konzept und Moderation: Ulrike Rothe, Historikerin


    „Alles schien möglich“: DDR-Journalistinnen zwischen Aufbruch und Abschied

    Mittwoch, 06.11.2019
    von 19:00 bis 21:00 Uhr

     

    Paula Panke
    Schulstraße 25
    13187 Berlin

    Gislinde Schwarz (Frauenzeitschrift „Für Dich“), Gisela Zimmer (Jugendradio „DT64“) und Karin Herzog (Bezirkszeitung Suhl „Freies Wort“) erzählen über die turbulenten Monate in den DDR-Medien des Herbstes 1989.

    Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Wendezeiten: Frauen als Akteurinnen auf der Suche nach gesellschaftspolitischen Alternativen 1989/90. Erfahrungen mit Aufbrüchen, Umbrüchen, Abbrüchen und neuen Hoffnungen“, eine Kooperation von OWEN – Mobile Akademie für Geschlechterdemokra- tie und Friedensförderung e.V. und Paula Panke e.V.


    Lesung „Nenn mich November“ mit Kathrin Gerlof

    Mittwoch, 13.11.2019
    von 19:00 bis 21:00 Uhr

     

    Paula Panke
    Schulstraße 25
    13187 Berlin

    © Sybille Stürmer

    Kathrin Gerlof, freie Journalistin und Autorin, erzählt in ihrem Roman „Nenn mich November“ von Landflucht, Arbeitslosigkeit, Wendeverlierer*innen und Geflüchteten, erlebt in einem kleinen Dorf in Ostdeutschland. Das Protagonistenpaar Marthe, genannt „November“, und David Lindenblatt versuchen nach Überschuldung und Privatinsolvenz in Berlin einen Neubeginn in einem ostdeutschen Dorf, ohne Arbeit und vernünftiges Internet. Klug und frei von Klischees wirft Kathrin Gerlof gemeinsam mit uns einen Blick auf die jüngste deutsche Vergangenheit.

    Eine Lesung im Rahmen des Leseherbst 2019, gefördert vom Kulturamt Pankow.