Es war nicht die Olsenbande!

Schwerer Einbruch am Wochenende 15./16.8.2020 in den Einrichtungen des Frauenzentrums Paula Panke

Der Paula Panke e.V. hat in den 30 Jahren seit Gründung einiges erlebt und auch ertragen.

Einerseits erhielten wir für unsere Arbeit tausendfache Zuneigung, Achtung und Anerkennung – bei weitem nicht nur von Frauen. Andererseits haben den Verein Paula Panke e.V. aber auch stets Angriffe begleitet – sowohl politischer als auch immer wieder krimineller Art.

Der vierte Einbruch innerhalb des letzten halben Jahres lassen Paula Panke nicht mehr an Zufälle glauben.

Hierzu möchten wir festhalten: Diese Vorfälle sind sicherlich empörend und belastend, werden uns in der langen Sicht aber nur stärker machen. Solidarität und tatkräftige Hilfe waren und sind uns jederzeit sicher.

Weder parlamentarische Anfragen, die die Legitimität des Projekts infrage stellten, noch digitale Hass-Nachrichten haben das Frauenzentrum Paula Panke kleingekriegt. Attacken dieser Art haben Paula nur noch mutiger gemacht und zu einer Stärkung unseres Netzwerks geführt. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, könnt ihr hier unsere Broschüre Demokratie stärken. Zivilgesellschaft ausbauen lesen.

Wer auch immer am vergangenen Wochenende unseren Tresorschrank aus der Wand im Frauenzentrum Paula Panke gerissen und öffentliche Fördergelder sowie mühsam erwirtschaftete Vereinseinnahmen geraubt hat: Es waren sicher nicht Egon Olsen und sein „Team“. Die haben Banktresore geknackt, es aber nicht auf gesellschaftlich engagierte, finanziell knapp aufgestellte Projekte abgesehen.

Wie beschämend ist es, zivilgesellschaftliche, bescheiden ausgestattete Einrichtungen zu überfallen, Schlösser und Türen aufzubrechen und einen Tresor zu rauben? Es ist auf jeden Fall brutal kriminell.

Auch andere feministische Zentren und Projekte, die sich für die Belange von Frauen* einsetzen, haben uns im Zuge der jüngsten Ereignisse berichtet, dass sie z.T. massiv von Raubüberfällen betroffen sind. Dies sehen wir als Anlass, hier an unserem Beispiel öffentlich darüber zu berichten und allen, die nachts in ihrer kriminellen Energie nicht schlafen können, zu sagen:

Mit Paula Panke wird auch künftig zu rechnen sein!

Jetzt erst recht.

Unverzichtbar feministisch!

Vernissage: PankOWER Frauen

Sascha J.Bachmann im Gespräch bei der Vernissage, Foto: Paula Panke e.V.
Sascha J.Bachmann im Gespräch bei der Vernissage, Foto: Paula Panke e.V.

Am 14. August 2020 waren die Türen bei Paula Panke nach langer Pandemie-Zeit endlich wieder – unter den gegebenen Einschränkungen – für eine Veranstaltung geöffnet:


Die Vernissage für die Ausstellung „PankOWER Frauen“ mit Arbeiten der Fotografin Sascha J. Bachmann, Fotografin aus Berlin.


Sascha J. Bachmann ist selbst im Pankower Frauenbeirat aktiv. Dort wurde sie auf die AG Spurensuche aufmerksam, die Frauen sichtbar machen will, die in der Vergangenheit Pankow geprägt haben.

Sascha fragte sich: Warum nicht auch die lebenden Frauen sichtbar machen, die sich aktuell für feministische Themen und Gleichstellung engagieren?


So entstand die Idee zu der Porträtserie „PankOWER Frauen“. Die ersten sieben Power-Frauen sind jetzt bis Ende September bei Paula Panke zu sehen. Wir sind gespannt, wer noch hinzukommt.


Zurzeit können nur acht Besucher*innen gleichzeitig die Ausstellung ansehen. Zur Vernissage hatten wir deshalb die Vorgärten in der Schulstrasse geöffnet, um bei sommerlichem Wetter mit den Besucher*innen diesen Abend gemeinsam genießen zu können.

Paula Talks: Digitaler Feminismus

Paula Talks: Lea u Franzi, Foto: Paula Panke e.V.
Lea und Franzi

Im ersten der Paula Talks am 5. August 2020 sprach Lea Marignoni, Vorstandsfrau bei Paula Panke e.V.,

mit Franziska Dickmann (Franzi) von Vulva im Dialog,

einem feministischen Projekt von Doppelstadtkultur e.V. in Frankfurt/O., über digitalen Feminismus.

Coronabedingt ist das Bildungsprojekt zur sexuellen Bildung digitaler geworden:

Ein Podcast entstand sowie die deutsch-polnische Social Media-Kampagne Vulva Facts.

Technik-Check

Ebenfalls coronabedingt fand der erste Paula Talk als Hybrid-Veranstaltung statt:

Nur wenige waren vor Ort dabei.

Die meisten folgten dem Talk via Facebook-LiveStream.

Und da es unser erster Einsatz mit der neuen Technik war, ruckelte der Anfang ein bisschen.

Das störte Franzi aber gar nicht, denn das ist sie von ihrem Projekt gewöhnt.

So entspann sich ein sehr interessanter Dialog zwischen zwei jungen Feministinnen, den ihr euch hier noch nachträglich ansehen könnt:



Facebook-LiveStream: Paula Talks mit Vulva im Dialog


Franzi empfiehlt neben Instagram als ihren favorisierten digitalen Ort für digitalen Feminismus Facebook für Events und diese drei Podcasts:

SextapePodcast
Frag mal Agi
Lila Podcast

Neben den digitalen Angeboten schätzt Franzi feministische Stammtische und Lesezirkel wie es auch bei Paula Panke e.V. einen gibt.

Allen gab sie mit auf den Weg: Seid auf jeden Fall feministisch und bildet Banden!

Vulva Facts und Aufkleber von Vulva im Dialog


Mona Chollet: „Hexen. Die unbesiegte Macht der Frauen“

Eine Buch-Rezension von Anna Anger

Hexen von MChollet_NautilusVerlag

In ihrem Essay „Hexen. Die unbesiegte Macht der Frauen“ greift die schweizerische Schriftstellerin Mona Chollet stereotype Charakterisierungsmerkmale auf, die im Mittelalter zur Erkennung von mutmaßlichen Hexen genutzt wurden und verknüpft sie mit der gesellschaftlichen Konstruktion der Frau* des 21. Jahrhunderts. Ihr Werk wurde im Rahmen der Reihe „Nautilus Flugschrift“ des Verlages Edition Nautilus herausgegeben und aus dem Französischen von Birgit Althaler übersetzt. Die deutsche Erstausgabe erschien im März 2020.

Worum geht es?

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Eine neue Zukunft für zwei Frauen und ihre Kinder beginnt im Mai

Mutter und Kind verlassen die Zufluchtswohnung, KelliMcClintock / Unsplash

Manchmal wird am Ende doch alles gut – oder zumindest besser. Im Monat Mai verlassen zwei Frauen und ihre Kinder unsere Zufluchtswohnungen in ihr neues, selbstbestimmtes Leben ohne Gewalt. Das macht uns sehr glücklich und bestärkt uns unsere Arbeit genau so weiterzumachen.
Als die Mütter zu uns kamen…


Foto: Kelli McClintock / Unsplash

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Lust auf Kunst? Ausstellung “Vagina, Vulva, Klitoris – eine Liebeserklärung” ist (mit Abstand) wieder geöffnet

Ab sofort können Sie unsere aktuelle Ausstellung “Vagina, Vulva, Klitoris – eine Liebeserklärung” mit Werken von Lena Hensen wieder besichtigt werden.

Vulva von Lena Hensen
Vulva von Lena Hensen

Vorerst am Montagnachmittag und Freitagvormittag öffnen wir für angemeldete Besucher*innen unsere Räume.


Sie können sich hier für einen 30-min-Ausstellungsbesuch anmelden.

Pro Termin dürfen maximal 2 Personen* die Ausstelung betreten. Es gelten unsere aktuellen Hygiene-Regeln zur Eindämmung von Corona.

Öffnungszeiten der Ausstellung

montags 15.00 – 17.00 Uhr
Termin 1: 15.00 h
Termin 2: 15.30 h
Termin 3: 16.00 h
Termin 4: 16.30 h

freitags 10.00 – 12.00 Uhr
Termin 1: 10.00 h
Termin 2: 10.30 h
Termin 3: 11.00 h
Termin 4: 11.30 h

Bitte melden Sie sich per E-Mail oder zu unseren Telefon-Sprechzeiten an!
Mo:
10.00 – 12.00 Uhr
Di:
16.00 – 18.00 Uhr
Do:
10.00 – 12.00 Uhr

Tel: 030 / 485 47 02
E-Mail: kommunikation@paula-panke.de

Mit unserem Newsletter immer informiert bleiben:

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Unsere aktuellen Hygiene-Regeln

Liebe Besucher*innen,

Wir freuen uns nach dem Lockdown wieder Schritt für Schritt für Sie zu öffnen!

  • Die Sozial- und Lebensberatung sowie die Rechtsberatung finden wieder bei uns vor Ort statt.
  • Gruppen-Treffen und Veranstaltungen sind in unseren Räumen wieder möglich – jedoch nur für maximal 6 Teilnehmerinnen*, inklusive der Gruppenleiterin*. Sie müssen sich dafür anmelden.
  • Unsere Ausstellung kann nach Voranmeldung wieder besichtigt werden – mit zeitlich begrenztem Einlass für maximal 5 Besucher*innen. Weitere Informationen dazu finden Sie in diesem Newsbeitrag.

Wenn Sie uns besuchen, bitten wir Sie folgende Hygiene-Regeln zu beachten:

  1. Bitte tragen Sie bei Betreten unserer Räume eine Mund-Nasen-Maske.
  2. Achten Sie (auch mit Maske) auf den Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen.
  3. Bitte waschen Sie sich Ihre Hände zu Beginn Ihres Aufenthalts.
  4. Die Räume sind mit Desinfektionsmitteln ausgestattet, so dass Sie bei Bedarf Sie Ihre Hände jederzeit desinfizieren können.
  5. Bitte sprechen Sie sich mit Anwesenden ab, wenn Sie die Maske am Sitzplatz abnehmen möchten. Setzen Sie die Maske wieder auf, wenn Sie sich im Raum bewegen oder zur Toilette gehen.
  6. Die Küche darf nur von einer verantwortlichen Person, z.B. die Gruppenleitung, genutzt werden. Das Zubereiten von Speisen ist derzeit nicht gestattet.
  7. Bei einem Besuch müssen wir Ihre Daten (Name, Telefonnummer und Postanschrift) erfassen und 4 Wochen (für das Gesundheitsamt) aufbewahren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Helfen Sie Stoffmasken zu nähen

Stoffmasken von Montaha genäht

Montaha Saloom, die Leiterin der Selbsthilfegruppe geflüchteter Frauen* ‘Bittula’ bei Paul Panke e.V., hat Nasen-Mund-Masken aus den gespendeten Stoffresten genäht.

Diese Masken sind von Ihnen so gut angenommen worden, dass wir gar nicht alle Nachfragen befriedigen konnten.

Da wir seit dem 4. Mai 2020 wieder mit den 1:1 Beratungen angefangen haben, gibt es einen eigenen Bedarf an entsprechenenden Stoffmasken.

Montaha schafft das nicht mehr allein. Deshalb unsere Frage:

Wer von Euch kann helfen, weitere Stoffmasken zu nähen?

Bitte melden Sie sich bei Nadja,
kommunikation (et) paula-panke.de oder
030 / 485 47 02
Stoffe zum Nähen können wir noch abgeben.

DANKE!!!

Beratungsangebote in der Corona-Krise

Beratungsangebote der Berliner Frauenprojekte im Überblick

Zentrale Info-Hotline des Senats:

030 9028 2828 (täglich zwischen 8 und 22 Uhr besetzt)

Weitere Informationen finden Sie hier:

Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen

Wer Nachbarschaftshilfe organisieren will, kann sich hier vernetzen

Jetzt erst recht. Wir lassen uns den Mund nicht verbieten!

Neu erschienen: Unsere Broschüre zur Dokumentation der Angriffe von Rechts gegen das Frauenzentrum Paula Panke e.V.

Die Broschüre: Demokratie stärken

Heute und anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes am 8. Mai 1945 möchten wir euch auf eine Broschüre aufmerksam machen, die wir in diesem Frühjahr veröffentlicht haben. Unter dem Titel „Demokratie stärken, Zivilgesellschaft ausbauen“ dokumentieren wir darin beispielhaft die rechtspopulistischen Angriffe gegen das Frauenzentrum Paula Panke e.V. und wie wir damit umgegangen sind. Wir stehen mit diesem Thema nicht allein da. Viele andere Projekte, Institutionen und Einzelpersonen, die sich gegen Rassismus, Ausgrenzung und Demokratiefeindlichkeit wenden, sind ebenso betroffen.

Warum eine Broschüre dazu?

Wir sind der Meinung, dass die aggressive Vorgehensweise von rechtsgerichteten Kräften gegen uns und andere Projekte an die Öffentlichkeit gehört.

Paula Panke tritt seit Gründung des Vereins für die Stärkung der Demokratie, für Solidarität und Vielfalt, für ein gleichberechtigtes Leben aller Geschlechter ein. Dies ist auch in unserer Satzung verankert. In diesem Sinne beziehen wir immer wieder klar Stellung in der

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