Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Anlässlich des 25. Novembers, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, wurde erstmalig am Roten Rathaus eine Flagge gehisst, um ein Zeichen gegen die Gewalt an Frauen zu setzen.

Allerdings gibt es noch viel zu tun, die Anzahl der Plätze für Frauen in Frauenhäusern sind zu gering und die Wartezeiten für Beratungen zu lang!

Aus diesem Grund versammelten sich Vertreter*innen des BerlinerFrauenNetzwerk, von verschiedenen Berliner Frauen Projekten/Anti-Gewalt Projekten, um auf diese Missstände aufmerksam zu machen.
Paula Panke war auch dabei!

Aktion “Für ein Ende der Gewalt gegen Frauen*”

Am Samstag den 16.11. waren wir bei der Aktion „Wir leben Widerstand! Für ein Ende der Gewalt gegen Frauen*!“ am Herrmannplatz dabei. Trotz der Kälte versammelten sich ca. 150 Teilnehmer*innen, um auf die durch patriarchale Strukturen geförderte Gewalt gegen Frauen* mit Redebeiträgen, Gesang und einem abschließenden Schrei aufmerksam zu machen.

Allein in Deutschland wird jeden dritten Tag eine Frau ermordet. In den verschiedenen Redebeiträgen wurde besonders betont, dass Gewalt gegen Frauen* ein globales Problem ist, die die verschiedensten Frauen* betrifft.

Danke and die Teilnehmer*innen und Organisator*innen für diese wichtige Aktion !

Weitere Veranstaltungen und Aktionen zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11. findet ihr hier.

“Nenn mich November” – ein Abend mit Kathrin Gerlof

Passend zum Monat las Katrin Gerlof am vergangenen Mittwoch aus ihrem 2018 erschienenen Roman „Nenn mich November“. Katrin Gerlof nahm die Besucherinnen mit in die Welt von Marte und David, die Privatinsolvenz anmelden müssen und aus der Stadt in die ostdeutsche Provinz ziehen, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Die Geschichten, die Kathrin Gerlof in ihrem Buch aufgreift, erzählen von Landflucht, Arbeitslosigkeit, Wendeverlierer*innen und Geflüchteten.

Wie auch sonst, gab es im Anschluss wieder spannende Gespräche, unter anderem darüber, wie sich das Ende der DDR auf die ländlichen Gebiete in Ostdeutschland ausgewirkt hat.

Danke an Karin Gerlof  für diesen schönen Abend!

Gedenken an die Pogromnacht von 1938

Gemeinsam mit dem Bündnis Pankower Frauen gegen Rechts beteiligte sich Paula Panke am 09.November an der Veranstaltung zum Gedenken an die Pogrom Nacht vor 81 Jahren und um den im Faschismus verfolgten und ermordeten Jüd*innen zu gedenken.
Bei der Gedenklesung, die vom Bündnis für ein offenes und tolerantes Berlin organisiert wurde, lasen
Teilnehmer*innen Texte von Autor*innen die 1933 an diesem Ort verbrannt wurden. Protestiert
wurde außerdem gegen den Aufmarsch der Reichsbürger, der zeigt, dass es wichtig ist an die Vergangenheit zu erinnern und gleichzeitig auf neue, rechte, Entwicklungen hinzuweisen und sie aktiv zu bekämpfen!

 

 

Lesung “Unerhörte Ostfrauen”

Am 30.10. lasen Ellen Händler und Uta Mitsching-Viertel aus ihrem Buch „Unerhörte Ostfrauen“, für das sie Interviews mit verschiedenen Frauen aus Ostdeutschland geführt und aufgezeichnet haben. Im Mittelpunkt stehen Frauen, die mindestens 20 Jahre in der DDR gelebt haben. Ein Schwerpunkt der Erzählungen sind die beruflichen Transformationen der Frauen vor und nach der Wende und inwiefern diese mit den persönlichen Biografien der Frauen verwoben sind.

Engagiert und mit spürbaren Bezügen zu den einzelnen Frauen und ihren Geschichten lasen die Autorinnen einige der Erzählungen vor und gaben so den „unerhörten“ Frauen eine Stimme.

Nach der Lesung gab es Zeit für Fragen und einen regen Austausch von Erfahrungen und Erinnerungen der Besucher*innen. Wie auch bei den letzten Veranstaltungen bei Paula Panke zum Thema Wende, zeigte sich, dass die Erfahrungen und Erlebnisse von damals auch heute noch präsent und von großer Aktualität sind.

Danke and die Autorinnen sowie Besucher*innen für diesen spannenden Abend!

 

Solidarität mit den chilenischen Frauen*!

Unsere uneingeschränkte Solidarität gilt in diesen Tagen besonders den chilenischen Frauen*, die auf den Straßen und Plätzen Santiagos, in Valpariso, in Conception und überall im Land für ein demokratisches, gerechtes Chile kämpfen. Sie sind in besonderer Weise der unbarmherzigen Gewalt von Polizei und Sicherheitskräften ausgesetzt. Diese patriarchale sexistische Gewalt gegen Frauen* verurteilen wir aufs Schärfste und fordern juristische Konsequenzen für diese Übergriffe. Chile hat sich auf den Weg gemacht. Vamos Chile, nie wieder Faschismus!!!

Deutsch-polnischer Frauen*salon

Der am 23. Oktober stattgefundene deutsch-polnische Frauen*salon bot interessante Einblicke in die Erfahrungswelten einer Frau aus Polen und einer DDR- Frau in der Endzeit des „realen Sozialismus“.

Joanna Czaspka berichtete von der tiefen ökonomischen und politischen Krise der polnischen Gesellschaft in den 80iger Jahren und der darauffolgenden schwierigen Transformationszeit, immer auch begleitet von Massenauswanderung. Astrid Landero ließ uns an ihrer ostdeutschen Perspektive teilhaben und den Zeiten konfliktreicher Integration in ein komplett anderes Gesellschaftssystem. Es wurden auch viele ähnlich kulturelle Erinnerungen neu entdeckt, angeregt diskutiert und viel gelacht. Interessant war  für uns jüngere Besucherinnen*, an diesen authentischen Geschichten teilhaben zu können. Besonders aufregend auch die kritische Sicht zu heutigen Entwicklungen und Ereignissen in Politik und Gesellschaft.

Der Blick zurück schärft eben doch oft den Blick auf das Heute.

Johanna S.

Lesung mit Daniela Dahn: “Der Schnee von Gestern ist die Sintflut von heute”

Am 22. Oktober las Daniela Dahn bei uns im Rahmen des Leseherbst 2019 aus ihrem neuen Buch „Der Schnee von Gestern ist die Sintflut von Heute“.

Besonders gefreut haben wir uns über die zahlreichen Besucher*innen! Es kamen viele Nachbar*innen, viele regelmäßige Paula Panke – Besucher*innen – und auch einige neue Gesichter.

Im Anschluss an die tolle Lesung gab es eine spannende Diskussion, die uns noch einmal verdeutlicht hat, wie aktuell die Themen rund um die Wende immer noch sind, und wie groß der Bedarf nach gemeinsamem Austausch ist.

Vielen Dank an alle für diesen schönen und lebhaften Abend bei Paula Panke.

Das Frauenzentrum Paula Panke e.V.

 

sucht zum 1. März 2020 eine Projektleiterin*/Geschäftsführerin* (39,4 Stunden/Woche, TVL)

Paula Panke e.V. bietet seit 3 Jahrzehnten für Frauen* in unterschiedlichen Lebenslagen, unabhängig von Herkunft und Alter Begegnung, Stärkung, Austausch, Bildung und Schutz. Geschlechtergerechtigkeit, umfassende gesellschaftliche Partizipation und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehören von Beginn an zur Paula Panke Philosophie.

Wir suchen eine Projektleiterin mit Verantwortung und Eigeninitiative sowie kommunikativer und versierter Ausstrahlung, die uns bei der Entwicklung, Umsetzung und Präsentation unserer Angebote unterstützt.

Das Stellenprofil umfasst folgende Aufgaben:

 

Strategische Positionierung und (Weiter-) Entwicklung des Vereins

  • Identifikation von gesellschaftlichen Entwicklungen aus der Gleichstellungsperspektive
  • Einbringen von strategischen und Handlungszielen

Organisations- und Personalentwicklung

  • Leitung und Steuerung der profilbestimmenden Leistungsangebote in Abstimmung mit dem Vorstand
  • Mitarbeiterinnenorientierte Personalführung
  • Sicherstellen der internen und externen Information und Kommunikation
  • Steuerung der einzelnen Projekte des Vereins: Frauenzentrum Schulstr.25, Zufluchtswohnungen und Frauenladen Weißensee

Finanz- und Verwaltungsmanagement

  • Beantragung von Zuwendungen und die Erstellung von Finanzierungsplänen sowie Verwendungsnachweisen
  • Betreuung von Projektanträgen
  • Akquise weiterer Finanzierungsquellen
  • Verhandlung mit Zuwendungsgeber*innen
  • Planung und Controlling des Einsatzes von Dienstleisterverträgen
  • Fristgerechte Erstellung von Sach- und Qualitätsberichten

Netzwerk-und Lobbyarbeit

  • Aufbau und Pflege von Kooperationen mit relevanten politischen Akteur*innen zur Umsetzung der Projektziele
  • Kommunikation der Ziele, Angebote und Aktivitäten in Gremien und Netzwerken, Fachaustausch und Lobbyarbeit

Sie bringen mit:

  • ein abgeschlossenes Hochschulstudium/Fachhochschulstudium
  • feministisches Engagement mit intersektionalem Anspruch
  • Erfahrung im Projektmanagement
  • Kenntnisse im Zuwendungsrecht, der Förderlandschaft im Gleichstellungsbereich und Erfahrungen in der Abwicklung von Drittmittelprojekten
  • gute EDV-Kenntnisse, Social Media Kompetenz
  • Kommunikationskompetenz, Verantwortungsbereitschaft und Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Erfahrungen in der Leitung von Projekten, vorzugsweise im gemeinnützigen Bereich
  • Eigeninitiative und Verantwortungsübernahme

Wir bieten:

  • die Führung eines erfahrenen diversen lebendigen Teams und die Kooperation mit einem engagierten Vorstand
  • einen interessanten Gestaltungsspielraum zur persönlichen Weiterentwicklung unter feministischer Zielstellung
  • eine verantwortungsvolle und vielseitige Aufgabe im gemeinnützigen Bereich

Bewerbungen von Women* of Color/aller Nationalitäten, die die Voraussetzungen der Stellenbeschreibung erfüllen, sind ausdrücklich erwünscht. Bei gleicher Eignung und Befähigung werden Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen bevorzugt berücksichtigt.

Ihr Bewerbungsschreiben mit tabellarischem Lebenslauf und den üblichen aussagefähigen Unterlagen als PDF-Dateien senden Sie bitte ab sofort an:

Frau Dr. Ursula Geissler

frauenzentrum@paula-panke.de

Die Bewerbungsfrist endet am 19. Oktober 2019.

Vom 4. bis 11. November werden die Bewerbungsgespräche im Frauenzentrum Paula Panke e.V., Schulstr.25, 13187 Berlin, durchgeführt.

Paula auf dem Pankefest

Unter dem Motto “Pankow bekennt Farbe. Gegen Rassismus. Für Menschenrechte” waren wir mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen auf dem 50. Pankefest vertreten, um interessierte Besucher*innen über unsere Arbeit zu informieren. Vielen Dank an alle Beteiligten! Besonders gefreut haben wir uns über die Unterstützung des Bürgermeisters!