Gedenken an die Pogromnacht von 1938

Gemeinsam mit dem Bündnis Pankower Frauen gegen Rechts beteiligte sich Paula Panke am 09.November an der Veranstaltung zum Gedenken an die Pogrom Nacht vor 81 Jahren und um den im Faschismus verfolgten und ermordeten Jüd*innen zu gedenken.
Bei der Gedenklesung, die vom Bündnis für ein offenes und tolerantes Berlin organisiert wurde, lasen
Teilnehmer*innen Texte von Autor*innen die 1933 an diesem Ort verbrannt wurden. Protestiert
wurde außerdem gegen den Aufmarsch der Reichsbürger, der zeigt, dass es wichtig ist an die Vergangenheit zu erinnern und gleichzeitig auf neue, rechte, Entwicklungen hinzuweisen und sie aktiv zu bekämpfen!

 

 

Lesung “Unerhörte Ostfrauen”

Am 30.10. lasen Ellen Händler und Uta Mitsching-Viertel aus ihrem Buch „Unerhörte Ostfrauen“, für das sie Interviews mit verschiedenen Frauen aus Ostdeutschland geführt und aufgezeichnet haben. Im Mittelpunkt stehen Frauen, die mindestens 20 Jahre in der DDR gelebt haben. Ein Schwerpunkt der Erzählungen sind die beruflichen Transformationen der Frauen vor und nach der Wende und inwiefern diese mit den persönlichen Biografien der Frauen verwoben sind.

Engagiert und mit spürbaren Bezügen zu den einzelnen Frauen und ihren Geschichten lasen die Autorinnen einige der Erzählungen vor und gaben so den „unerhörten“ Frauen eine Stimme.

Nach der Lesung gab es Zeit für Fragen und einen regen Austausch von Erfahrungen und Erinnerungen der Besucher*innen. Wie auch bei den letzten Veranstaltungen bei Paula Panke zum Thema Wende, zeigte sich, dass die Erfahrungen und Erlebnisse von damals auch heute noch präsent und von großer Aktualität sind.

Danke and die Autorinnen sowie Besucher*innen für diesen spannenden Abend!

 

Solidarität mit den chilenischen Frauen*!

Unsere uneingeschränkte Solidarität gilt in diesen Tagen besonders den chilenischen Frauen*, die auf den Straßen und Plätzen Santiagos, in Valpariso, in Conception und überall im Land für ein demokratisches, gerechtes Chile kämpfen. Sie sind in besonderer Weise der unbarmherzigen Gewalt von Polizei und Sicherheitskräften ausgesetzt. Diese patriarchale sexistische Gewalt gegen Frauen* verurteilen wir aufs Schärfste und fordern juristische Konsequenzen für diese Übergriffe. Chile hat sich auf den Weg gemacht. Vamos Chile, nie wieder Faschismus!!!

Deutsch-polnischer Frauen*salon

Der am 23. Oktober stattgefundene deutsch-polnische Frauen*salon bot interessante Einblicke in die Erfahrungswelten einer Frau aus Polen und einer DDR- Frau in der Endzeit des „realen Sozialismus“.

Joanna Czaspka berichtete von der tiefen ökonomischen und politischen Krise der polnischen Gesellschaft in den 80iger Jahren und der darauffolgenden schwierigen Transformationszeit, immer auch begleitet von Massenauswanderung. Astrid Landero ließ uns an ihrer ostdeutschen Perspektive teilhaben und den Zeiten konfliktreicher Integration in ein komplett anderes Gesellschaftssystem. Es wurden auch viele ähnlich kulturelle Erinnerungen neu entdeckt, angeregt diskutiert und viel gelacht. Interessant war  für uns jüngere Besucherinnen*, an diesen authentischen Geschichten teilhaben zu können. Besonders aufregend auch die kritische Sicht zu heutigen Entwicklungen und Ereignissen in Politik und Gesellschaft.

Der Blick zurück schärft eben doch oft den Blick auf das Heute.

Johanna S.

Lesung mit Daniela Dahn: “Der Schnee von Gestern ist die Sintflut von heute”

Am 22. Oktober las Daniela Dahn bei uns im Rahmen des Leseherbst 2019 aus ihrem neuen Buch „Der Schnee von Gestern ist die Sintflut von Heute“.

Besonders gefreut haben wir uns über die zahlreichen Besucher*innen! Es kamen viele Nachbar*innen, viele regelmäßige Paula Panke – Besucher*innen – und auch einige neue Gesichter.

Im Anschluss an die tolle Lesung gab es eine spannende Diskussion, die uns noch einmal verdeutlicht hat, wie aktuell die Themen rund um die Wende immer noch sind, und wie groß der Bedarf nach gemeinsamem Austausch ist.

Vielen Dank an alle für diesen schönen und lebhaften Abend bei Paula Panke.

Das Frauenzentrum Paula Panke e.V.

 

sucht zum 1. März 2020 eine Projektleiterin*/Geschäftsführerin* (39,4 Stunden/Woche, TVL)

Paula Panke e.V. bietet seit 3 Jahrzehnten für Frauen* in unterschiedlichen Lebenslagen, unabhängig von Herkunft und Alter Begegnung, Stärkung, Austausch, Bildung und Schutz. Geschlechtergerechtigkeit, umfassende gesellschaftliche Partizipation und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehören von Beginn an zur Paula Panke Philosophie.

Wir suchen eine Projektleiterin mit Verantwortung und Eigeninitiative sowie kommunikativer und versierter Ausstrahlung, die uns bei der Entwicklung, Umsetzung und Präsentation unserer Angebote unterstützt.

Das Stellenprofil umfasst folgende Aufgaben:

 

Strategische Positionierung und (Weiter-) Entwicklung des Vereins

  • Identifikation von gesellschaftlichen Entwicklungen aus der Gleichstellungsperspektive
  • Einbringen von strategischen und Handlungszielen

Organisations- und Personalentwicklung

  • Leitung und Steuerung der profilbestimmenden Leistungsangebote in Abstimmung mit dem Vorstand
  • Mitarbeiterinnenorientierte Personalführung
  • Sicherstellen der internen und externen Information und Kommunikation
  • Steuerung der einzelnen Projekte des Vereins: Frauenzentrum Schulstr.25, Zufluchtswohnungen und Frauenladen Weißensee

Finanz- und Verwaltungsmanagement

  • Beantragung von Zuwendungen und die Erstellung von Finanzierungsplänen sowie Verwendungsnachweisen
  • Betreuung von Projektanträgen
  • Akquise weiterer Finanzierungsquellen
  • Verhandlung mit Zuwendungsgeber*innen
  • Planung und Controlling des Einsatzes von Dienstleisterverträgen
  • Fristgerechte Erstellung von Sach- und Qualitätsberichten

Netzwerk-und Lobbyarbeit

  • Aufbau und Pflege von Kooperationen mit relevanten politischen Akteur*innen zur Umsetzung der Projektziele
  • Kommunikation der Ziele, Angebote und Aktivitäten in Gremien und Netzwerken, Fachaustausch und Lobbyarbeit

Sie bringen mit:

  • ein abgeschlossenes Hochschulstudium/Fachhochschulstudium
  • feministisches Engagement mit intersektionalem Anspruch
  • Erfahrung im Projektmanagement
  • Kenntnisse im Zuwendungsrecht, der Förderlandschaft im Gleichstellungsbereich und Erfahrungen in der Abwicklung von Drittmittelprojekten
  • gute EDV-Kenntnisse, Social Media Kompetenz
  • Kommunikationskompetenz, Verantwortungsbereitschaft und Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • Erfahrungen in der Leitung von Projekten, vorzugsweise im gemeinnützigen Bereich
  • Eigeninitiative und Verantwortungsübernahme

Wir bieten:

  • die Führung eines erfahrenen diversen lebendigen Teams und die Kooperation mit einem engagierten Vorstand
  • einen interessanten Gestaltungsspielraum zur persönlichen Weiterentwicklung unter feministischer Zielstellung
  • eine verantwortungsvolle und vielseitige Aufgabe im gemeinnützigen Bereich

Bewerbungen von Women* of Color/aller Nationalitäten, die die Voraussetzungen der Stellenbeschreibung erfüllen, sind ausdrücklich erwünscht. Bei gleicher Eignung und Befähigung werden Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen bevorzugt berücksichtigt.

Ihr Bewerbungsschreiben mit tabellarischem Lebenslauf und den üblichen aussagefähigen Unterlagen als PDF-Dateien senden Sie bitte ab sofort an:

Frau Dr. Ursula Geissler

frauenzentrum@paula-panke.de

Die Bewerbungsfrist endet am 19. Oktober 2019.

Vom 4. bis 11. November werden die Bewerbungsgespräche im Frauenzentrum Paula Panke e.V., Schulstr.25, 13187 Berlin, durchgeführt.

Paula auf dem Pankefest

Unter dem Motto “Pankow bekennt Farbe. Gegen Rassismus. Für Menschenrechte” waren wir mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen auf dem 50. Pankefest vertreten, um interessierte Besucher*innen über unsere Arbeit zu informieren. Vielen Dank an alle Beteiligten! Besonders gefreut haben wir uns über die Unterstützung des Bürgermeisters!

Spätsommerliche Lesebühne

Dem weltweiten Patriarchat ging es bei Paula Panke politisch poetisch an den Kragen.  Den Auftakt für das Herbstprogramm nutzen 10 schreibende Besucher*innen um ihre Texte zum Thema „Das Patriarchat und ich” vorzustellen. Aufmerksam und anteilnehmend verfolgten die Besucher*innen Geschichten über die grausamen Morde an Frauen in Mexiko, die verzweifelt aggressiven Kämpfe des sächsischen und brandenburgischen Patriarchats wurden historisch dargestellt. Es ging um Menstruationserfahrungen und Zukunftsvisionen. Auch stilistisch war vom Roman, über biografisches Schreiben und Lyrik alles vertreten. Gemeinsam war den Texte, dass sie alle einen Einblick in das Leben von Frauen* in patriarchalen Gesellschaften geben und Ideen liefern wie wir diese toxische Herrschaftsform beenden können.

Neben dem Vorlesen kam es  wie immer bei Paula Panke zum regen Austausch zwischen Lesenden und Hörenden*. Das zeigte wie  wichtig ein geschützter Ort für Frauen*  zum Teilen von Erfahrungen ist.

Wir bedanken uns bei den Vorlesenden, auch dafür,  dass sie die oft sehr persönlichen Texte mit uns geteilt haben und freuen uns schon auf die Lesebühne im Winter 2020!

Mitfrauenversammlung 2019

Am 06. Juni haben sich engagierte Paula Panke Mitfrauen zur zweijährlichen Versammlung zusammengefunden, nach Bericht des Vorstandes über die letzten zwei Jahre Aktivitäten im Frauenzentrum wurde neu gewählt: Zu den langjährigen Vorstandsfrauen Dr. Ursula Geißler, Dr. Regina Wegner, Kathrin Möller und Karin Onnen sind zwei neue Frauen hinzugekommen: Lea Marignoni, 26 Jahre, MA Ernährungswissenschaften, bei Paula als Initiatorin des feministischen Lesezirkels und in der Bildungsarbeit mit geflüchteten Frauen aktiv und Monika Martin, 66 Jahre, über 3 Jahrzehnte beruflich im Anti-Gewalt Bereich tätig und Mitgründerin vieler Projekte in Berlin. Beide möchten sich aus politischer Überzeugung ehrenamtlich im Vorstand engagieren, Zitat Monika Martin: “Mit 66 Jahren fängt das Leben an”. Zum Abschluss wurden Blumen gereicht und den vielen engagierten Frauen gedankt, ein kleiner Wehrmutstropfen, zum letzten Mal sass Astrid Landero als Geschäftsführerin in der Runde. Für mehr als 10 Jahre kreative und konstruktive Zusammenarbeit bedankte sie sich bei den Vorstandsfrauen, der Gleichstellungsbeauftragen Heike Gerstenberger und dem Paula Panke Team.

Paula Panke e.V. war auf Einladung von agitpolska e.V. im Kulturzug nach Wrozlaw

Seit Jahren kooperieren wir in Berlin mit polnischen Aktivist*innen und beteiligten uns am im Mai abgeschlossenen Mentoring- Programm des Projekts PolMotion-Bewegung der polnischen Frauen.

Astrid Landero hat als Mentorin über ein Jahr Karolina Knopik begleitet.

Inzwischen ist Karolina Mitfrau bei Paula Panke und startete beruflich richtig durch. Zusammen standen sie während der Fahrt im Kulturzug den Mitreisenden Rede und Antwort darüber, was sie und wie sie voneinander gelernt haben. In Wrozlaw gab es einen interessanten feministischen Austausch mit polnischen Politiker*innen, Künstler*innen und Unternehmer*innen.

Im Herbst fährt das gesamte Team von Paula Panke mit dem Kulturzug zum Besuch unserer polnischen Nachbar*Innen.

na dann:

                           Dziekujemy bardzo i do zobaczenia!