Internationaler Frauentag-Eröffnung der Fotoausstellung “east german women go public- ostdeutsche Frauen werden sichtbar”

Für Website PaulaPankeDie Idee des Foto-Projektes: 35 DDR-Frauen wurden fotografisch von Anja Gersmann porträtiert. Die Fotos wurden – getreu der Projektidee von inside-out – (www.insideoutproject.net)  auf große Poster reproduziert.

Ausstellungsort: In der Karl-Liebknecht-Straße 11, Nähe Alexanderplatz

 

 

 

Die Fotoporträts sollen in einem Folgeprojekt mit Kurz-Biografien ergänzt werden. Das kann eine Ausstellung bei Paula Panke sein (Fotos und Text) oder ein Buch. Einige der porträtierten Frauen sowie die Fotografin laden wir zu einem Erzählcafé ein. Außerdem wird das Projekt natürlich auf der Webseite von inside-out und Paula Panke dokumentiert.

 

Warum Frauen aus der DDR?

Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989, brachen die Wirtschaftsstrukturen der DDR völlig ein. Ein Großteil der Betriebe schloss und viele Menschen verloren ihre Arbeit. Beinahe die Hälfte von ihnen fanden keinen sicheren, ihrer Ausbildung adäquaten Arbeitsplatz wieder. Wir wollen die Aufmerksamkeit auf Frauen aus der DDR lenken, die den Zusammenbruch dieses Systems erfahren und in der Anpassung an die neue Gesellschaft Hürden überwunden haben oder überwinden müssen. Die Arbeit zu verlieren, kann auch bedeuten, die Identität und die Zugehörigkeit in der Gesellschaft zu verlieren. Viele fühlten sich verloren im eigenen Land. Heute sind gerade ältere DDR-Frauen aufgrund der brüchigen Erwerbs-Biografien von Altersarmut, Ausgrenzung und Isolation betroffen. Vor 25 Jahren war es für viele von ihnen eine Zerreißprobe in dem neuen Gesellschaftssystem anzukommen. Heute ist es schwierig,  angesichts ihrer sozialen Situation den schnellen gesellschaftlichen Veränderungen zu folgen. Viele DDR-Frauen nutzten die neue Zeit und überwanden die Hürden oder versuchen es immer wieder. Sie haben ein hohes Bewusstsein über ihre Identität und entwickelten ein solidarisches Netzwerk bspw. in den Frauenzentren Berlins oder anderen zivil-gesellschaftlichen Institutionen. Wir wollen diese interessanten und starken “Überlebenskünstlerinnen” würdigen.

Wir bedanken uns bei allen Frauen, die beim fotoshooting dabei waren und freuen uns, Sie/Euch bei der Eröffnung begrüßen zu dürfen.

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