



Astra Scheib ist Mitglied des PEN , hat hoch anerkannte Auszeichnungen erhalten und gehört als Jurymitglied der Schillerstiftung Weimar an.
„Langsame Tage“ Agnes, verheiratet, ein Sohn, lebt in der ständigen Angst, den Anforderungen des Alltags nicht genügen zu können. Alle scheinen lebenstüchtiger, wertvoller zu sein als sie. Der Mann geht in seiner Arbeit als Musiker im amüsierbereiten Szenebezirk Schwabing auf, Schwiegermutter und Schwägerin – die Gegenfiguren der Protagonistin – scheinen zunehmend Agnes’ Leben zu bestimmen und zu lenken. Agnes’ Angst nimmt zu ... (verfilmt von Fassbinder „ Angst vor der Angst“ 1974 )
DACIA MARAINI wird 1936 in Fiesolo / Florenz geboren. Nach Trennung der Eltern lebt sie im lebhaften Süden Italiens, in Palermo. Sehr früh zeigt sich ihr Interesse an der Literatur, bereits 1956 wird sie Mitbegründerin der Zeitschrift „ Tempo della letteratura“. Sie lebt zwanzig Jahre hindurch mit Alberto Morovia zusammen, in dessen Schatten sie lange stand. In dieser Zeit entstehen Kurzge- schichten, Essays, Lyrik und Komödien, dann die bewegenden Romane („Die stumme Herzogin“ u.a.m.). In den 70er Jahren schließt sie sich führend der italienischen Frauenbewegung an. Seit 2006 ist sie Herausgeberin der Literaturzeitschrift „ Nuovi Argumenti“.
„LIEBE FLAVIA“ Es ist die Geschichte einer „skandalösen“ Liebschaft zwischen der alternden Vera und dem jungen Musiker Eduardo. In 16 Briefen aus denen der Roman besteht, wird die junge Nichte des Geliebten, die kleine Flavia, Leserin und Zuhörerin der Gedanken über die Liebe, die Banalitäten des Alltags, die Kunst, die Musik, das Alter und den Tod. Der Roman trägt autobiografische Züge.
SIRI HUSTVEDT hat norwegische Familienwurzeln, wird 1955 in Minnesota geboren. Sie studiert Literatur an der New Yorker Columbia-University und promoviert über Charles Dickens. In Brooklyn lebend, ist sie mit dem Schriftsteller Paul Auster verheiratet. Ihre Bücher „Was ich liebte“ oder „Die unsichtbare Frau“ haben eine interessierte Leserschaft gefunden. Der große Salman Rushdie äußert sich euphorisch : „Siri Hustvedt schreibt im Wortsinn traumhaft“…
Psychoanalyse und Psychiatrie sind Arbeitsbereiche, die in ihr intensives Quellenstudium weit hinein wirken.
„DIE LEIDEN EINES AMERIKANERS" Der Psychiater Erik Davidson erzählt von einem bewegten Abschnitt seines Lebens, in dem der Vater stirbt und der Nachlass Briefe ans Licht bringt, die auf ein dramatisches Geschehen in der Jugend des Vaters hinweisen. Das Familiengeheimnis erschüttert Lebensgrundsätze. Die Botschaft des Buches ist die Aufforderung, sich den eigenen Geheimnissen zu stellen, um auf die gute Spur zu sich selbst zu kommen.
Das Buch ist äußerst lesenswert - aber sehr anstrengend wegen der verdichteten Erzählstränge.