


Dach überm Kopp- alternative Wohnformen für Frauen in Berlin
Paula Panke widmet sich seit April 2011 in Form einer Veranstaltungsreihe dem Thema „Wohnen im heutigen Berlin“ aus Sicht von Frauen. In bürgerlichen, „angesagten“ Wohnquartieren wie Pankow wird es für Menschen mit geringem Einkommen immer schwieriger in ihrem Kiez zu bleiben. Doch gerade das ist für ältere Frauen oder Frauen mit Kindern, die sich über Jahre eine Nachbarschaft und Netzwerke aufgebaut haben, enorm wichtig. Der Verdrängungstendenz von ärmeren Bewohnern aus trendigen Quartieren (auch Gentrifizierung genannt) wird in Berlin nichts mehr entgegen gesetzt. Dabei kann das Szenario einer separierten Stadt, in der es gute Gegenden mit funktionierender Nachbarschaft, guten Schulen, attraktiven Wohnungen gibt und Gegenden, die Frau lieber meidet, nicht nur bei Dunkelheit, keine Perspektive für Berlin sein.
Wir haben nach Alternativen geschaut und uns 2011 auf das gemeinschaftliche Wohnen konzentriert, das sich viele Frauen als Wohnform im Alter wünschen. Das kann nur ein kleiner Baustein sein im Gefüge einer sozialen Stadt und deshalb wollen wir mit der Politik ins Gespräch kommen.
Donnerstag, 26.04.2012, 19:00 Uhr
Eine Veranstaltung des Berliner Bildungswerkes der Heinrich-Böll-Stiftung, realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin in Kooperation mit Paula Panke e.V. und dem Arbeitskreis der Pankower Frauenprojekte.
Podiumsdiskussion „Wohnen bleiben im Kiez“
In unserem Grundgesetz taucht das Recht auf Wohnen bis heute nicht auf. In Berlin und besonders im Bezirk Pankow geht die Angst um. Wie lange kann ich meine Wohnung noch bezahlen? Wie viel bleibt mir noch zum Leben, wenn die Miete gezahlt ist? Muss ich jetzt umziehen und wohin? Gemeinsam wollen wir über Alternativen zur jetzigen Wohnungspolitik diskutieren. Das Bedürfnis nach sicherem, bedarfsgerechtem und bezahlbarem Wohnen muss ein soziales Grundrecht sein.
Es diskutieren: Der Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung von Pankow Jens-Holger Kirchner (Bündis 90/Die Grünen), Dr. Barbara König (Genossenschaftsverein, Bremer Höhe e.G.), Andrej Holm (Humboldtuniversität Berlin)
Ort: Evangelisches Gemeindehaus, Breite Straße 38, 13187 Berlin
Samstag, 9. Juni, 16:00 bis 18:00 Uhr
Exkursion - „Offensiv Altern- offensiv Leben“, ein generationsübergreifendes Frauenwohnprojekt in Berlin
Trotz vieler Hürden und langer Planungszeit gelang es einem Frauenverein gemeinsam mit der Wohnungsgenossenschaft „Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG“ eine alternative Wohnform zu finden. Hat sich der Traum von Selbstbestimmtheit, Toleranz und Gemeinschaft erfüllt?
Leitung: Eva Gerlach, Anmeldung unter: 480 99 846
Samstag, 7.Juli 2012, 15:00 Uhr
Abschluss der Veranstaltungsreihe „Dach überm Kopp“
rückblicken, austauschen und netzwerken
Fast anderthalb Jahre waren wir aufgrund der hohen Mieten auf der Suche nach alternativen Wohnformen in Berlin. Gleichzeitig wollen viele Frauen Perspektiven entwickeln, um in Gemeinschaft zu wohnen. In diesem Treffen gibt es die Gelegenheit, einen kurzen Blick auf die Veranstaltungen zu werfen und sich auszutauschen über gewonnene Erkenntnisse und neue Ideen. Im Mittelpunkt stehen das Netzwerken und die Ermutigung, neue Schritte zu gehen, vielleicht auch gemeinsam.
Moderation: Eva Gerlach
Bisherige Veranstaltungen im Jahre 2011:
"Wem gehört die Stadt?" Politische Frauensalons mit Katrin Lompscher und Franziska Eichstädt-Bohlig
"Wie wohnten unsere Schwestern?" Historische Rückblicke mit den Referentinnen Claudia von Geliéu und Dr. Regina Wegner
"Weibliche Wege in Wohngenossenschaften" Eine Ausstellung bei Paula Panke mit Barbara von Neumann-Cosel (Genossenschaftsforum e.V.)

„Gemeinschaftliches Wohnen – Kann ich das?“ Ein Workshop mit Bettina Lobenberg mit Unterstützung des Heinrich-Böll-Bildungswerks
Organisationsformen und Finanzierung von gemeinschaftlichem Wohnen – Ein Vortrag mit Constance Cremer von der stattbau GmbH
EXKURSIONEN zu alternativen und gemeinschaftlichen Wohnprojekten in Berlin:
· Wagendorf in Karow (Lesen Sie weiter)
· Beginenhof am Erkelenzdamm siehe unter www.frauenwohnen-berlin.de
· Hexenhaus in der Liegnitzerstraße (Lesen Sie weiter)
· Leuchtturm e.G. in der Pappelallee (Lesen Sie weiter)
In Brandenburg:
· Altersgerechtes Wohnen am Rande der Stadt (Lesen Sie weiter)
· Wohnen in der Uckermark (Lesen Sie weiter)